Am Samstag war ich dann wieder down, immer diese unterschwellige Erkältung, Müde, Kopfweh. Abends habe ich leider etwas zu tief in die Rotweinflasche geguckt und der Sonntagmorgen war nicht besonders schön. Helmkreisen und den 25 km Lauf noch vor mir. Ich fand meine Regenjacke nicht und wollte Julia durch meine Sucherei nicht wecken, deshalb hatte ich nur die Laufweste an. Im Biebertal blies ein scharfer Wind umspielt von starkem Dauerregen bei 8 - 10 Grad ! Nach 5 km war ich völlig hinüber, zumal ich noch mit dem Kater kämpfte. Aber was soll’s dachte ich mir, wenn ich das durchstehe habe ich keine Probleme mit der “mentalen” Härte im Wettkampf. Zu guter letzt bog ich noch zu spät ab und musste 2 km mehr querfeldein (denkt an den Dauerregen) laufen. So waren es dann insgesamt 27 unvergessene Kilometer. So das ganze ging natürlich nicht ohne Spuren an meinem Körper vorbei, zumal aus dem ruhigen geplanten Osterwochenende (Motto “wir sind nicht da”), auch noch ein Besuchswochenende wurde. (Freitag kam Sibel zu Besuch, Samstag Bernd & Claudia zum essen, Sonntag waren wir bei Julias Mama, Montag erst bei meinen Eltern und danach beim Björn….) .
Dienstag fühlte ich mich so, wie man sich nach dieser Tortur fühlt. Kurz vor oder in der Erkältung, die Nächte waren schweissgebaded, tagsüber ging es ab Mittwoch. Mittwochabend lief ich noch die letzten Kurzintervalle (3 * 1000m im Marathontempo), “logischerweise” spinnte die Pulsuhr, die funktionierte dann erst beim letzten Intervall, also lief ich noch ein viertes. Puls OK, Ende gut, alles gut.
Nunja, trotzdem wurde ich immer unsicherer, die üblichen Fragen, wieso das alles, das schaffst Du eh nicht, Du bist krank…. . Ich wurde total nervös und nervte meine Umwelt ….. . Am schlimmsten war es dann am Freitag. Die Nacht von Donnerstag von Freitag hatte ich kaum geschlafen, 2 Garnituren Klamotten und das Bettzeug durchgeschwitzt. Am Freitag war ich dann völlig durch den Wind, übermüdet, nervös und ich war mir eigentlich sicher am Sonntag nicht laufen zu können. Aber ich hatte die ganze Logistik schon in Gang gesetzt (Fahrdienste, Claqueure, usw.), also beschloss ich das am Samstag zu entscheiden. Freitag auf Samstag schlief ich 11 Stunden durch und fühlte mich endlich mal wieder erholt…. ok nun gab es kein zurück mehr. Letzter “Joggingtest”, das das Hin- und Hergefahre nach Weilburg und der Marathon konnte kommen.
Mein Fazit, irgendwie muss ich versuchen das nächste Mal besser damit klarzukommen. Natürlich haben auch die körperlichen Probleme eine Rolle gespielt, aber zum großen Teil war es nur eine Kopfsache…. . Egal, der nächste Wettkampf steht schon wieder vor der Tür. Dazu mehr im nächsten Blog “Nachlauf”.