Archive für Juni 2006
Brüder-Grimm-Lauf: Fazit
12.6.2006 von Tid.
Hm, was ist das Fazit dieses Jahr ? Läuferisch war es nicht berauschend, dafür hat es im Umfeld mehr Spaß gemacht. Im letzten Jahr war ich noch mehr oder weniger Einzelkämpfer, dieses Jahr war es durch die Truppe sehr schön.Hier erstmal die Ergebnisse im direkten Vergleich:
2006 ——————————————————–2005
1. Etappe - 14,5 km - 98. Platz in 1:07:22 —– 15,5 km - 191. Platz in 1:15:07
2. Etappe - 14 km - 94. Platz in 1:01:46 ——- 14 km - 171. Platz in 1:06:19
3. Etappe - 16 km - 117. Platz in 1:16:27 ——– 16 km - 172. Platz in 1:15:01
4. Etappe - 17,5 km 107. Platz in 1:24:09 —– 17,5 km - 177. Platz in 1:27:58
5. Etappe - 18 km 144. Platz in 1:35:07 ——– 18 km - 199. Platz 1:34:53
Gesamtzeit und -platzierung für die 81,5 Kilometer in 2005 = 178. Platz in 6:39:18 86. Platz M40
Gesamtzeit und -Platzierung für die 80,5 Kilometer in 2006 = 111. Platz in 6:24:51 57. Platz M40
Gestartet war ich mit dem Traum in die Nähe von 6 Stunden zu kommen und eine Platzierung unter 100 zu erreichen. Beides hat leider nicht geklappt und ich hab mich auf 2 Etappen gegenüber vom Vorjahr sogar verschlechtert. Das ganze trotz der intensiven Vorbereitung…., das stimmt schon etwas traurig, zumal ich einen solchen Tiefstpunkt wie bei der 3. Etappe noch nie hatte. Ich war dabei kurz vorm aufgeben des ganzen Laufs. Einzig und allein ist die 2. Etappe fast so gelaufen wie ich das für den ganzen Lauf geplant hatte. Die Hitze hat jedem zu schaffen gemacht, deshalb lasse ich das mal nicht als “Ausrede” gelten. Gut die Probleme mit dem Seitenstechen (falsch geatmet durch die Hitze ?), waren ziemlich gravierent.
Wahrscheinlich habe ich mich einfach übernommen, ich denke die letzten Trainingseinheiten vorm Lauf waren zu viel. Besonders noch die Intervalle am Sonntag davor (8 * 1000m in 4:x0) und die 17 Kilometer am Montag in 4:58′ .
Aber wie schon erwähnt, das “Gruppenerlebniss” hat einiges wett gemacht und die jeweiligen Morgenläufe (Samstag und Sonntag) haben mich wieder etwas mit dem “Laufen” versöhnt.
Irgendwie freue ich mich schon wieder auf nächstes Jahr.
Ansonsten bin ich ziemlich angebruzelt, wiege 3 Kilo weniger und verliere in den nächsten Tagen einen Zehennagel.
Brüder-Grimm-Lauf: 5. Etappe “Hänsel und Gretel-Etappe”
11.6.2006 von Tid.
Motto: …Finger weg von der Verpflegungsstation mit dem Lebkuchen.…, das viel bei der Hitze nicht schwer, war trotzdem hart.Wo bitte ist denn hier der Wald ?Auf dem Weg nach Bad Orb fühlte ich wie ein Rindvieh auf dem Weg zur Schlachtbank, aber Spass beiseite ich hatte tierischen Respekt vor dieser Etappe. Besonders bei der Hitze. Dafür war es im Kurpark sehr schön, die paar Meter mehr machen auch keinen Unterschied. Ich hatte mir vorgenommen, zumindest noch einen 5er Schnitt zu laufen. Den internen Wettkampf mit Arno hatte ich schon abgehakt.
Ich startete verhalten und trieb mit dem Feld, Arno hatte mich schon in Orb überholt. Die scharfe Steigung kriegte ich auch ganz gut hin und ich war zwar etwas unsicher über den weiteren Verlauf aber trotzdem guter Dinge. Das ganze änderte sich als wir dann im Tal liefen. Ich fühlte mich langsam wie in der Bratpfanne. Ab Kilometer 9 drosselte ich das Tempo immer mehr, etliche Läufer überholten, andere taten es mir nach. Nach dem erklimmen der Staumauer, wurde es wieder etwas besser und so langsam freute ich mich aufs Ziel. Gott sei Dank hatte die Organistion auf den letzten 10 Kilometer, eine große Anzahl von Verpflegungsposten, so das man immer genug Wasser bekam. Der Wind der uns ab Salmünster entgegen blies tat sein übriges und so konnte ich die Etappe noch einigermaßen “in Würde” zu Ende bringen.
Als ich dann endlich zum Kumpen hinauf lief war ich glücklich, die Zeiten waren mir mittlerweile total EGAL und ich freute mich aufs Ziel.
Im Ziel haben wir dann alle schön ein Weizen getrunken und aller Schmerz, Frust war vergessen. Schön war es wieder….. .
Zeit für die 18 Kilometer - 1:35:xx - ohne Puls da die Uhr mal wieder gesponnen hat.
Alle Platzierungen, Anmerkungen usw. mache ich morgen im Brüder-Grimm-Fazit.
Brüder-Grimm-Lauf: 4.Etappe “Frau Holle-Etappe”
11.6.2006 von Tid.
Motto:……am Ziel durch das rechte Tor mit dem Goldregen laufen, nicht verwechseln mit dem Pechtor auf der linken Seite…. hat diesmal einigermaßen geklappt
Die Königsetappe, der Mont Ventoux des BGLs, ich gelobe ich werde die Strecke nun endlich öfter mal laufen… . Der Vorteil war das es heute früh los ging (9:00 Uhr) und die meiste Zeit ging es durch den Schatten durch unseren schönen Gelnhäuser Wald.
Ich startete vorsichtig, sogar vorsichtiger als letztes Jahr um nicht ganz so zerstört an zukommen wie gestern Mittag. In unserer Teamwertung bin ich aus dem ersten Team ins zweite abgerutscht, Arno hat führte nun mit 11 Sekunden. Ich hoffte das er mich diesmal nicht einfangen würde. Nachdem verhaltenen Start lief es so olala, immer die Angst das die Seitenstecherei wieder anfängt. Auch hatte ich mir gestern zwei Blasen gelaufen, wobei die eine blutig ist (den Nagel kann ich abhaken). Deswegen habe ich auch heute die guten alten Adrenaline angezogen.
Zwischen 4 - 8 legte ich meine Angst etwas ab und ich kam langsam ins rollen. Die Etappe ist ja so das es, mal abgesehen von einen Gefällstrecken, bis Kilometer 12 nur bergauf geht. Aber dann ging es wieder los, ab 9,5 wurde ich wieder saft- und kraftlos. Ich schleppte mich unter dem aufmunterndem Anfeuern von Carmen über die 4 Fichten und damit wars eigentlich vollbracht. Leider hatte mich Arno wieder abgefangen, das tat schon etwas weh. Ich war so müde das ich meine Bergablauffähigkeiten kaum einbringen konnte. Allerdings erholte ich mich beim runterlaufen so ziemlich, was meine Laune erheblich verbesserte.
Auf den letzten 1,5 Kilometer sprintete ich nicht da ich mich für die Hitzeschlacht heute Mittag schonen will, ob das was genutzt hat sehen wir dann.
Wie immer ging es mir relativ schnell wieder gut und nach der Massage war die Welt wieder in Ordnung.
Technische Daten: 16,5 Kilometer - 1:24:06 - (5:06′) - Avg 145 (mehr geht nicht, ich kapiers nicht) - MaxPuls 154
Brüder-Grimm-Lauf: 3. Etappe “Schneewittchen-Etappe”
10.6.2006 von Tid.
Motto: ……böse Königinnen am Wegesrand ignorieren……. ging leider nicht
Das war im letzten Jahr meine Lieblingsetappe, dieses Jahr leider nicht. Für meine Empfindungen war es unerträglich warm, so wollte ich etwas vorsichtiger starten. Es waren lt. laufreport übrigens 32 Grad. Naja, zumindest habe ich es versucht. Mein Puls stieg allerdings trotz oder wegen der Anstrengung kaum an, ist ein typisches Zeichen von Erschöpfung. Die Etappe lieg mir eigentlich, knapp 6 Kilometer einlaufen, dann den langen Anstieg und ab Kilometer 10,5 nur noch bergab (kleine Anstiege).Diesmal fühlte ich mich schon vor dem Anstieg schlapp und meine “Seitenstechseite” schmerzte. Mein Puls blieb aber unten (140 gefühlt waren es 200) und ich konnte nicht das Tempo erhöhen. Stattdessen musste ich an den Steigungen Gehpausen einlegen. Irgendwann überholte Arno mich und ich wurde immer mutloser. Das war nicht mein Rennen. Ich bin die letzten 2 Jahre etwas verwöhnt geworden was meine Rennen angeht und komme mit Rückschlägen noch nicht so richtig klar. Irgendwie schleppte ich mich über die letzten 6 Kilometer und sah dabei nicht gut aus. Gehpausen, Kotzgefühle usw….. . Sehr schön war allerdings das mich etliche Läufer ermunterten und mich so zumindest auf den rechten Weg brachten.
Irgendwann war ich dann im Ziel, 2 Minuten langsamer als letztes Jahr !
Hier noch die technischen Daten: 16 Kilometer - 1:16:26 (4:47′) - Avg 145 - MaxPuls 153
Nach der Massage ging es wieder, allerdings habe ich 2 Blasen (eine blutig) an den Zehen, muss vom vielen Wasser kommen, das ich mir über’n Kopf geschüttet habe und das dann in den Schuhen stand
Brüder-Grimm-Lauf: 2. Etappe “Dornröschen-Etappe”
10.6.2006 von Tid.
Motto: ……auf keinen Fall während des Laufens 100 Jahre einschlafen…… klappte bis kurz vor SchlussHeute sollte alles besser werden, zumindest hatte ich mir das vorgenommen. Zwar hatte ich nicht so einen tiefen Schlaf, Fußball, Aufgedreht sein und den Rest der Magenprobleme, irgendwann schlief ich dann doch ein.
Um 6:00 Uhr war es noch schön kühl, aber das sollte sich dann bald ändern. Wir waren gegen 9:00 in Rodenbach, eigentlich dachte ich wir wären spät dran, aber der Rest trudelte nach 9:00 Uhr ein.
Beim Einlaufen, zwickte wieder die Seitenstichstelle, tolle Aussichten für den Lauf.
Trotzdem lief ich mit der Meute und versuchte einen schönen Rhythmus zufinden. Es standen ja ein paar knackige Steigungen an. Der erste Kilometer war zu kurz, selbst wenn ich einen Turbostart hingelegt hätte und schnell gewesen wäre, hätte ich keine 3:33′ laufen können.
Mein Tempo stimmte und ich hoffte das ich diese Etappe besser hinkriegen würde als die letzte. So langsam schraubten wir uns in die Höhe und die ersten Kilometer liefen gut. Den Käferberg kannte ich noch gut vom Sylvesterlauf und ich verpulverte nicht so viel Kraft.
Ab dann ging es nur noch bergab…….. . Ich verpasste leider ein zwei Kilometermarkierungen, oder waren keine da ? Deshalb kam ich etwas ins trudeln was meine Zeit machte, zumal ich wieder meinen neuen Freund das Seitenstechen kennen lernte. Ab Kilometer 11,5 machte es wieder keinen Spass mehr, zumal wir dann alle wieder in der prallen Sonne liefen. Als kleiner Vorgeschmack auf den heutigen Nachmittag.
Der letzten Kilometer wurde nochmal lang (5:12′), da ich auch noch mal pinkeln musste. Einen Endspurt habe ich mir nicht angetan und wurde deshalb noch von einigen im Ziel überholt. Aber was solls die 14 km in 1:01:46 (4:26′) mit Avg von 152 und ‘nem MaxPuls von 159.
Im Ziel war ich zwar etwas desorientiert aber mir ging es besser als gestern. Nach der Massage von Angelina fühlte ich mich wie neugeboren.
So jetzt noch etwas ausruhen und dann kommt meine Lieblingsetappe, zumindest war sie das im letzten Jahr. Ich hoffe ich krieg das mit der Hitze hin.
Brüder-Grimm-Lauf: 1. Etappe “Rotkäppchen-Etappe”
9.6.2006 von Tid.
Motto …..im Wald nicht vom bösen Wolf ansprechen lassen…. ist mir scheinbar passiert
….Hochmut kommt vor dem Fall…..
Als hätte es es gewusst, natürlich liefs alles andere als optimal. Wahrscheinlich hatte ich zu wenig gegessen, bei meiner
Milchreisproduktion mittags ging was schief und so wurde ich damit erst kurz vor 14:00 Uhr fertig. Da reichte es nur noch
für ein kleine Schale Milchreis vorm Lauf. Auch spinnte mal wieder mein Magen, aber das dürfte diesmal die Anspannung gewesen sein.
Auf jeden Fall war es ‘ne harte Nummer. Es war im Gegensatz zu den letzten Wochen ziemlich heiss. Ich denke es muss so um die 27 Grad
gewesen sein, als wir starteten. Wie immer lief ich den ersten Kilometer zu schnell an (3:59′) und bemerkte dabei schon, das mir der Mund komplett austrocknete. Ich nahm etwas das Tempo zurück um auf die geplante Reisegeschwindigkeit von 4:20′ zu kommen. Das gelang mir auch für die nächsten 2 Kilometer (4:16′, 4:22′). Aber ich bemerkte schon das irgendwas nicht stimmte und das ich mich für dieses Tempo zu sehr anstrengen musste. In Wolfskehlen lief ich mit einem 155 Puls und hier waren es schon am Anfang 159. Es ging an der Schnellstrasse lang Richtung Erlensee und ich wurde unmerklich langsamer 4:26′ - 4:32′. Wann kommt denn nun die erste Verpflegungsstation ? Alles um mich rum japste nach Wasser.
Beim Geflügelzuchtverein gab es endlich Wasser und ca. 200 Meter weiter standen auch meine Nichten, meine Schwägerin und mein Vater (sein erster Besuch eines Laufes
). Das gab mir kurzzeitig etwas Auftrieb, aber im Kaiserfeld (zwischen Erlensee und Rodenbach gings los). Seitenstechen, Magenschmerzen …… . Ob es am kalten Wasser des Verpflegungspostens lag, oder an was anderem (zuwenig gegessen) kann ich nicht sagen aber es war schlimm. Ab Kilometer 6,5 bis ins Ziel bei 14,5 quälte ich mich über die Strecke. Jeder der läuft kennt das Gefühl wenn die Kilometer immer länger werden und die Kraft vermeindlich nachlässt. Mein Puls stieg erstmal und mein Tempo pendelte sich zwischen 4:39 - 4:46 ein. Ich hatte immer noch die Hoffnung das es im Schatten des Rodenbacher Waldes besser würde, aber weit gefehlt die letzten 3,5 wurden schlimm. 5:00′, 5:01′, 5:02′, langsamer als beim letzten Marathon……. . Nach und nach holten mich auch noch Mannschaftskollegen vom Team ein und ich war ziemlich frustiert.
Im Ziel wartenten meine Nichten und natürlich Julia, aber ich brauchte wieder einige Zeit bis ich bei Sinnen war. Noch kurz ausgelaufen und dann nix wie heim das Eröffnungspiel gucken. Es kann heute hofffentlich nur besser werden.
Genaues Ergebniss und Platzierung trage ich noch nach:
Handgestoppt 14,5 km 1:07:21 (brauchte ich in Heustenstamm für 15,4 mit 10 km Trainingslauf), Avg 158 (der Puls war dann am Schluss aufgrund der Verlangsamung gesunken) , MaxPuls 165.
Brüder-Grimm-Lauf “Der Tag davor”
8.6.2006 von Tid.
So, nun ist es also soweit…..morgen gehts los. Der Brüder-Grimm-Lauf startet. Wegen der WM allerdings nicht vom Hanauer Marktplatz sondern sinnigerweise von der Rudi-Völler-Sportanlage in Hanau. Auch die Startzeit ist früher, aber so schafft man es noch rechtzeitig zum Eröffnungsspiel.5 harte Wochen Vorbereitung liegen hinter mir, so konzentriert habe ich mich noch niemals auf einen Lauf vorbereitet. Das Klemmbrett hat mich ganz schön rumgescheucht, so viele Intervalle bin ich die letzten 2 Jahre nicht gelaufen.
Allerdings gab es auch einige “Erfolge”, die klasse Zeit beim Kirchenlauf (15,4 km in 1:07:53), trotz 10 km Trainigslauf am Morgen.
Die Sommernachtsstrecke während eines Trainingslaufes in unter 30 Minuten absolviert (29:59) und der Höhepunkt letzten Freitag beim 10 km Lauf in Wolfskehlen mit PB von 0:42:46,11 mit einen Durchschnittspuls von 155. Ich bin dabei nicht VOLL gelaufen.
Naja, nun sollte nichts mehr schiefgehen - aber wer kann sich da schon sicher sein.
2 Blogeinträge reiche ich noch nach (Kirchenlauf und Wolfskehlen), aber jetzt folge ich erstmal den Spuren der “Brothers Grimm” !