Brüder-Grimm-Lauf: 1. Etappe “Rotkäppchen-Etappe”

Motto …..im Wald nicht vom bösen Wolf ansprechen lassen…. ist mir scheinbar passiert

….Hochmut kommt vor dem Fall…..
Als hätte es es gewusst, natürlich liefs alles andere als optimal. Wahrscheinlich hatte ich zu wenig gegessen, bei meiner
Milchreisproduktion mittags ging was schief und so wurde ich damit erst kurz vor 14:00 Uhr fertig. Da reichte es nur noch
für ein kleine Schale Milchreis vorm Lauf. Auch spinnte mal wieder mein Magen, aber das dürfte diesmal die Anspannung gewesen sein.

Auf jeden Fall war es ‘ne harte Nummer. Es war im Gegensatz zu den letzten Wochen ziemlich heiss. Ich denke es muss so um die 27 Grad
gewesen sein, als wir starteten. Wie immer lief ich den ersten Kilometer zu schnell an (3:59′) und bemerkte dabei schon, das mir der Mund komplett austrocknete. Ich nahm etwas das Tempo zurück um auf die geplante Reisegeschwindigkeit von 4:20′ zu kommen. Das gelang mir auch für die nächsten 2 Kilometer (4:16′, 4:22′). Aber ich bemerkte schon das irgendwas nicht stimmte und das ich mich für dieses Tempo zu sehr anstrengen musste. In Wolfskehlen lief ich mit einem 155 Puls und hier waren es schon am Anfang 159. Es ging an der Schnellstrasse lang Richtung Erlensee und ich wurde unmerklich langsamer 4:26′ - 4:32′. Wann kommt denn nun die erste Verpflegungsstation ? Alles um mich rum japste nach Wasser.
Beim Geflügelzuchtverein gab es endlich Wasser und ca. 200 Meter weiter standen auch meine Nichten, meine Schwägerin und mein Vater (sein erster Besuch eines Laufes :-) ). Das gab mir kurzzeitig etwas Auftrieb, aber im Kaiserfeld (zwischen Erlensee und Rodenbach gings los). Seitenstechen, Magenschmerzen …… . Ob es am kalten Wasser des Verpflegungspostens lag, oder an was anderem (zuwenig gegessen) kann ich nicht sagen aber es war schlimm. Ab Kilometer 6,5 bis ins Ziel bei 14,5 quälte ich mich über die Strecke. Jeder der läuft kennt das Gefühl wenn die Kilometer immer länger werden und die Kraft vermeindlich nachlässt. Mein Puls stieg erstmal und mein Tempo pendelte sich zwischen 4:39 - 4:46 ein. Ich hatte immer noch die Hoffnung das es im Schatten des Rodenbacher Waldes besser würde, aber weit gefehlt die letzten 3,5 wurden schlimm. 5:00′, 5:01′, 5:02′, langsamer als beim letzten Marathon……. . Nach und nach holten mich auch noch Mannschaftskollegen vom Team ein und ich war ziemlich frustiert.
Im Ziel wartenten meine Nichten und natürlich Julia, aber ich brauchte wieder einige Zeit bis ich bei Sinnen war. Noch kurz ausgelaufen und dann nix wie heim das Eröffnungspiel gucken. Es kann heute hofffentlich nur besser werden.

Genaues Ergebniss und Platzierung trage ich noch nach:
Handgestoppt 14,5 km 1:07:21 (brauchte ich in Heustenstamm für 15,4 mit 10 km Trainingslauf), Avg 158 (der Puls war dann am Schluss aufgrund der Verlangsamung gesunken) , MaxPuls 165.

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