Vogelsberger Südbahnlauf
Nach Trainingsunlust und WM-bedingter Gewichtszunahme stand der Südbahnlauf an. Wenn es nicht so eine tolle Veranstaltung wäre, hätte ich wahrscheinlich nicht daran teilgenommen. Aber das ganze ist so gut organisiert, vorbereitet und wie viele Laufveranstaltungen gibt es schon hier in der Umgebung ?
Nach was einem Monat mit WM-Fieber, Bier, der Hitzewelle und wenig Trainingsläufen, klappte es dann kurz vorm Wettkampf dann doch wieder mit dem Training. Die Einheiten machten wieder Spaß und an die Hitze hatte ich mich, mit einem 30 Kilometergewaltlauf, so einigermaßen “angepasst”. Darum erhoffte ich mir schon wieder “Traumzeiten” zwischen 1:30 und 1:35 für den Halbmarathon. Eigentlich wusste ich, das dies nicht möglich sein würde, aber nachdem ich bei 31 Grad am Dienstag das Intervalltraining von 3 * 3000 Metern in ordentlichen Zeiten (12:41, 12:48, 13:01), abgeschlossen hatte - glaubte ich zumindest an eine neue Bestzeit ( < 1:39:06).
Der Südbahnlauf ist 'ne harte Nuss. Es geht rund 13,5 Kilometer bergauf und dann den Rest bergab. Allerdings kommen auf den letzten 7,5 Kilometern noch ein paar Wellen. Ein der letzten Rampen hat 14% Steigung. Insgesamt geht es, glaube ich 400 Höhenmeter rauf.
Im Grunde also ein Profil das mir liegt. Im letzten Jahr bin ich dort meine damalige PB auf 21,1 KM gelaufen (1:40:xx).
Die Ansprüche waren also hoch, die Vorbereitungen aber nicht :-). Wie immer gab es ein typisches Laufwerkdurcheinander. Wer startet wann wo, denn leider hatte es der MKK geschafft zeitgleich einen Duathlon anzusetzten.
Wir schafften es dank Gastläufer mit 2 Männermannschaften anzutreten. Wie immer stimmte beim Südbahnlauf alles mit der Organisation, von der Beschilderung bis zum einwinken am Parkplatz.
Tom war schon da und der Rest trudelte auch ein. Die Temperatur war wie schon die letzten Tage über, hoch. Ich hatte noch gehofft, das es im Vogelsberg kühler sein würde, aber weit gefehlt. In der Volkslaufergebnissliste steht 24 - 28 Grad, 2005 waren es 18 - 24 Grad.
Dementsprechend ging es ruhig los. Eigentlich hatte "sicherheitshalber" einen 4:30er Schnitt geplant, aber der erste Kilometer (normalerweise der schnellste) war erst nach 4:40 rum. Die 30 Läufer vor mir machten auch locker und das zog sich so durch. Dann begann auch schon der Anstieg und mir gelang es nicht zu beschleunigen. Immer "nur" um die 4:40, mit mir liefen die später zweitplatzierte Frau und Hans-Peter vom Laufwerk. AN den Steigungen zog ich immer vorbei aber beide, besonders Sie, gaben nicht auf. Die Temperatur stieg und wir schraubten uns immer höher. Mir gefällt das Waldstück zwischen Kilometer 9 und 11 am besten. Bei der Verpflegungsstelle am Kilometer 11 trödelte ich irgendwie und die beiden zogen an mir vorbei. Da sich dann direkt eine schwere Steigung anschließt, verlor ich den Anschluss. Ich wollte nicht an diesem Stück die letzten Körner verpulvern und damit gab ich quasi auf. Meine Geschwindigkeit stieg nicht und auf den Gefällstrecken konnte ich auch nicht beschleunigen. Es ging mir nicht schlecht, aber schneller konnte ich nicht. Seltsames Gefühl. Mit mir lief nun noch einer, der mich allerdings "nervös" machte. An Steigungen machte er ganz langsam, an den Getränkestellen auch, um dann wieder schnell auf zulaufen. Dieser "Rhythmus" nervte, dann an einer der letzten Rampen, ging er - ich dachte das wars, jetzt hast Du Ihn, aber Pustekuchen, er gab dann doch wieder Gas und zog vorbei. Einer lief noch von hinten auf und überholte, den Rest konnte ich abfangen. Leider konnte ich auf den letzten Kilometern nichts mehr rausholen, die Zeiten blieben gleich und ich lief aber nicht auf dem Zahnfleisch.
1:39:20 zumindest neue Bestzeit beim Südbahnlauf und wenn ich ehrlich bin konnte ich bei "der" Vorbereitung und der Hitze nicht mehr erwarten.
Eines der Highlights beim Südbahnlauf ist die Kuchen - Tortentheke, ein Traum. Alles Handarbeit, superlecker und preiswert, 1 Euro pro Stück... .
Einzig und allein das kosten- und alkoholfreie Weizen, danach war nicht besonders. Im letzten Jahr gab es Erdinger, dieses Jahr Julius Echter, da hab ich nicht mal das erste Glas ganz ausgetrunken... .
Technische Daten:
21,1 KM in 01:39:20 = 4:42/KM - AvgPuls 157 MaxPlus 177 - Gesamtplatz 37 - Gesamtplatz Männer 35- AK40 Platz 10
Dieser Eintrag wurde am 16.7.2006 um 10:05 verfasst und befindet sich in Wettkämpfe. Sie können alle Antworten zu diesem Eintrag über den Feed RSS 2.0 mitverfolgen. Hinterlassen Sie eine Antwort oder einen Trackback-Link zu Ihrer eigenen Homepage.