Archive für 4.8.2006

20. Fantasy Filmfest 2006: Fazit

Ich habe auch noch andere “extreme” Hobbys, dazu zählt der jährliche Besuch des Fantasy Filmfestes.

Mittlerweile ist dies mein 14. Festival, ich glaube mein 7tes mit Dauerkarte.
Zum 20. Jubiläum gab es einige positive Veränderungen:

  • Zuschauerbeteiligung - endlich nach 20 Jahren gibt es einen Publikumspreis in der Fresh Blood Reihe
  • noch mehr Filme, ein 13:00 Uhr Slot ermöglichte mehr Filme und einige Wiederholungen was der Planung sehr zu hilfreich war
  • mehr Präsenz von Rosebud (Ansagen, Gewinnspiele)

Nach der Druckbetankung mit 41 Filmen fällt man in ein “Loch”. Erstmal braucht man ein bis zwei Tage sich dem Rhythmus des Festivals anzupassen und mindestens genauso lange für den Entzug. Für Julia und mich kommt natürlich noch die Fahrzeit von jeweils einer Stunde hinzu, so kamen wir maximal auf 6 Stunden Schlaf pro Festivaltag.

Als Gesamtfazit kann ich sagen, ich glaube das war mein bestes Festival. Zwar werden die “Leuchttürme” die aus der Masse der Filme herausragen weniger (das war auch schon im letzten Jahr so), das liegt aber daran, das meines Erachtens das Niveau besser geworden ist. Ich versuche eigentlich immer das gesamte angebotene Spektrum, vom FUN-Platter bis zum ruhigen Kammerspiel, abzudecken.

Wieder sind die Kritiken im f3a.net zum Teil sehr negativ, allerdings gebe ich mal folgende Punkte als Denkanstoß:

  • Verrisse sind viel “einfacher” zu schreiben als Lobenshymnen
  • einen langjährigen Festivalbesucher kann nur noch sehr schwer beeindrucken
  • Filmplatzierung (Uhrzeit, Vorfilm, Nachfilm)

Nun zu meiner persönlichen Filmübersicht. Zum Teil weichen diese Bewertungen von meinen vergebenen Punkten beim f3a.net ab, aber mit etwas Abstand funktioniert das eben etwas besser.

BRICK ist mein absoluter Favorit, nur 9,5 Punkte da ich 10. Punkte für meinen All-Time-Favoriten* “The Boondock Saints” vergeben habe.

sehr gut:
Adams Apples
Shorties (die besten seit Jahren)

gut:
Absent
In his Hands
Running Wild / Bystanders / Pricess Aurora (Koreafan)
Schadowless Sword
Duelist (Publikumsspalter)
Renaissance
Babas Car (das dies der FFM-Sieger geworden ist, ist mir immer noch nicht ganz klar, vielleicht hat sich Dani verzählt)
Hatchet
Hole (obwohl ich mich immer noch Frage, ob ich diese Parabel aufs Leben nun brauche oder nicht)

ok:
Adrift (zu meiner eigenen Überraschung fand ich den gut)
Science of Sleep (sehr schön, aber bei mir blieb nicht viel zurück)
Wilderness
Storm
13 (15 Minuten kürzer -> dann wäre er sehr gut)
Frostbite
Shadow: Dead Riot (aber nur weil ich endlich an diesem Tag mal was sinnfreies sehen wollte)
Secuestro Express
The Ice Harvest

Durchschnitt:
Severance (hat bei mir nicht so richtig gezündet)
H6, Diary of a Serial Killer
The Night Listener
The Marsh
Sam’s Lake
A Scanner Darkly
Behind the Mask (kleiner Bruder vom Last Horror Movie)

musste nicht sein:
Scared
Them (funktionierte bei mir im Vergleich zu vielen anderen gar nicht)
Voice
The Intruder
The Hidden

leider verpasst:
Strange Circus
die gesamten Nippon Classics, die ich mir im Nachhinein doch gerne angeschaut hätte, kommen aber auf DVD
Civic Duty
The Method
SPL
See no evil
Blood Rain
Somniac + Protocole 33

Wild Country bekommt von mir noch eine besondere Erwähnung, weil ich glaube die Macher haben da viel Herzblut rein gesteckt und das/die Monster (Alf, Ameisenbär meets Teddy) waren lustig.

Ich denke ich habe zwar den einen oder anderen Film noch nicht eingeordnet/vergessen, aber ich will das Fazit einfach mal fertig kriegen. Vielleicht schaffe ich es auch mal wieder ein paar Reviews zu schreiben, immer hin habe ich diesmal meine Notizen nicht verloren.

Turmfeeling:
Zwar vermissen viele den Turm vielleicht sollte ich mal einen extra Thread im Forum auf machen, ich kann immer noch nicht glauben was auf den Plakatwänden stand; eins steht aber fest - 41 Filme wären dort nicht möglich gewesen.
Die kleine Crew im Metropolis hat Ihre Sache mehr als gut gemacht, trotz der vielen “Flüge in die Karibik” und des Personalmangels während der Urlaubszeit. Zwar hätte ich das eine oder andere Bier mehr trinken können (wurde durch die Schlangen vor den wenigen Verkaufständen verhindert), aber das ist schon ok. Auch muss ich, wie schon im letzten Jahr, feststellen das das ganze viel kommunikativer geworden ist. Man kam wieder mit so vielen Festivalbesuchern ins Gespräch. Im Turm war dies nicht so der Fall, vielleicht lag es daran das man zu sehr mit überleben (im Treppenaufgang zum T1) beschäftigt war.

Ansonsten hier das Festival in Kurz: “sehr viel Dark(alone, usw. ) in the woods, viel Eis und Schnee, viele Dramen”

Momentan hoffe ich noch auf die Hollywoodreise.

Viele Grüsse bis zum nächsten Festival
Mathias

*Sollte es vielleicht mal ‘ne Rubrik im f3a.net geben

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