Archive für Oktober 2007
Fazit Frankfurt Marathon
29.10.2007 von Tid.

Nach eineinhalb Jahren wieder mal eine neue Bestzeit und das ganze noch in FFM. Hier gab es bisher immer Probleme, von dem 2004er Wiedereinstiegsmarathon mal abgesehen. Deshalb spreche ich auch vom Frankfurter Fluch. 2005 während der Vorbereitung 2 Wochen krank, 2006 - siehe die Details hier im Blog. Meine Frankfurter Zeit habe ich um 12 Minuten und meine Gesamtzeit um 20 Sekunden verbessert. Das das bei der nicht optimalen Vorbereitung und auch noch im Herbst funktioniert hat, stimmt mich zufrieden. Zumal diese Saison sowieso mehr als suboptimal lief. Natürlich hatte ich auf eine etwas bessere Zeit gehofft 3:20 - 3:25, aber mehr war nicht drin. Mit einen etwas verhalteneren Start, aber was solls, hätte, könnte, wollte….. . Aber ich bin trotzdem viel entspannter als bei der letzten Bestzeit in Weilburg eingelaufen
.
Jetzt erstmal Pause….
auch schön.
Frankfurt Marathon 2007
28.10.2007 von Tid.

Es ist geschafft ! Der Fluch von Frankfurt ist besiegt
. Persönliche Bestzeit in 3:26:59 - knapp die Weiltalzeit geknackt. Sage und schreibe 20 Sekunden schneller….. . Immerhin nach der etwas anderen Vorbereitung….. .
Los ging es mit einem Paukenschlag, um 7:00 erfuhren wir das Julias Mama im Krankenhaus ist, also alles anders heute. Dann hatte der Zug Verspätung und alle waren super nervös. Thomas, Alex und ich schaukelten uns so richtig hoch in unser Nervosität. Naja, iregndwann hatte ich die beiden verloren und stand im Startblock. Steffen entdeckte mich und wir liefen dann zusammen den ganzen Marathon…. .
Zu zweit ist es einfacher und gleichzeitig viel schwerer. Wie im Training waren wir anfangs viel zu schnell. Mal zog der eine dann der andere. Die neue Streckenführung fand ich klasse, zwar waren die eine oder andere Kurve zu viel, aber man sah viele neue Stellen am Wegesrad. Auf der Strecke entdeckten wir Carmen Hildebrandt, die wir dann aber ziehen ließen . Die Kilometer flogen nur so vorbei und ich sah kaum Bekannte an der Strecke. Wie gesagt, zu zweit war das ein ganz neues Erlebniss. Besonders schön war es durch Alt-Niederad zu laufen, das hatte was vom Höchstfeeling, den Kilometer 21,1 passierten wie mit 1:40:13, nicht schlecht. Weiter ging es über die Schwannheimer Brücke und da standen die TFG’ler mit Hund (Boris, Angie, Armin, Michael, Cora). Dann die Höchstrunde und weiter nach Nied. Hier bemerkte ich das erste Mal (KM28) das mir die Kilometer schwererfallen. Zwar viel das in der Zeit noch nicht auf, aber ich war gewarnt. Steffen sagte später das es bei ihm ähnlich war. Die nächsten Kilometer wurden immer schwerer, es war zwar nicht der Mann mit dem Hammer (vielleicht nur ‘ne Schippe), aber ich verlor etwas die Lust. Steffen versuchte mich zu motivieren, aber das gelang ihm nicht. So zogen sich die Kilometer dann immer mehr. Dann nach einigen längeren Verpflegungstops, lief es wieder runder und ich konnte Steffen dann auch mal an bißchen ziehen. Dann Kilometer 38 km, hier liefen wir wieder durch das Spendentor (2 * 3 Euro für die Caritas). Danach konnte ich wieder etwas aufs Gas drücken, besonders zwischen 39 und 41 war ich wieder da. Dann noch um den Platz der Republik, auf die letzte Gerade vorm Ziel. Steffen zog davon und ich war irgendwie mehr mit gucken, genießen beschäftigt. Die letzten 400 Meter beschleunigte ich dann wieder. Am Ziel wartet Steffen auf mich, schön
. Beide gemeinsam mit der gleichen Zeit durch Ziel
.
Marschtabelle:
| 5km |
00:23:32 |
00:23:32 |
| 10km |
00:47:16 |
00:23:44 |
| 15km |
01:11:00 |
00:23:44 |
| 20km |
01:34:54 |
00:23:54 |
| Halb |
01:40:13 |
|
| 25km |
01:59:03 |
00:24:09 |
| 30km |
02:23:29 |
00:24:26 |
| 35km |
02:49:29 |
00:26:00 |
| 40km |
03:16:18 |
00:26:49 |
Zum Schluß war etwas die Luft raus, aber egal, Bestzeit.
Technische Daten: 42,195 km in 3:26:59 (4:54′) - AVG153 - MaxPuls 180 - Gesamtplatz 1914 - AK 489
Pyrrhussieg ?
25.10.2007 von Tid.
War der Schelmenmarktlauf ein zu teuer erkaufter Erfolg ? Erstmal der Reihe nach, jetzt kurz vor dem “großen” Rennen ist es eh zu spät. Aber ich fühle mich nicht besonders, deshalb Ursachenforschung.
Es ist immer das gleiche. Wenn das Training/Wettkampf super gut läuft, fühlt man sich unzerstörbar.
Nachdem Schelmenmarktlauf wurde ich wieder unvorsichtig. Bei dem langen Lauf direkt an dem Sonntag war ich viel zu dünn angezogen und ausgepowert. Da Björn für ein halbes Jahr nach Shanghai flog, musste ich den langen Lauf früh um 7:00 Uhr starten. Auf der Kasseler Runde war alles im Nebel und Raufreif (3 - 6 Grad). Ich war viel zu dünn angezogen, kurze Tights und ein ganz dünnes Langarm. Ich dachte die Temperatur würde schneller ansteigen, vergaß dabei aber das ich normalerweise erst um 9:00 starte. Die ersten 20 Kilometer gingen gut, obwohl es doch ziemlich kalt war, die letzte 10er Runde war dann übel. Ab KM 22 fühlte ich mich so wie normalerweise ab KM 38 beim Marathon. Der Schnitt stimmte im Endeffekt zwar (5:38′), aber danach begann das schlechte Gefühl.
Immer leichtes Halskratzen, auch bedingt durch einige Geschäftstermine mit viel Klimaanlageeinsatz.
In der Woche nach diesem langen bin ich deshalb sehr wenig gelaufen. Für die 3* 5000 Testeinheit am Donnerstag fühlte ich mich nicht fit. Am Freitag war es dann besser, aber da musste ich 13 Stunden wegen einer Störung arbeiten. Am Samstag machte ich deshalb zumindest eine Tempoeinheit über 6 Kilometer. Am Sonntag dann den letzten langen Lauf mit Steffen 20 Kilometer durch den strömenden, kalten Regen. Natürlich viel zu schnell (5:20er - statt - 5:45er) Schnitt. Auf dem letzten Kilometer total müde und mir war dann den ganzen Tag kalt. So fühlte ich mich wieder schlecht, gestern habe ich mich dann aufgerafft zumindest 3 Intervalle a 1500 Meter im Marathontempo zulaufen. Das hat dann gut geklappt und ich fühlte mich direkt besser.
Heute ist es wieder so halb/halb und deshalb bin ich nicht meine Bewegungstherapie (50 Minuten im Joggingtempo) gelaufen.
Naja, jetzt hilft nur “beten”, mal sehen wie es am Sonntag wird. Ich werde versuchen irgendwas zwischen 4:40 - 5:00 Minuten pro Kilometer zu laufen. Mal sehen, das wird schon 
10. und letzter Schelmenmarktlauf 2007
13.10.2007 von Tid.
Nach der erfolgreichen HM-Simulation letzten Sonntag lies ich es die Woche ruhiger angehen. Für diesen Sonntag stand der 35 Kilometerlauf mit 10 schnellen Kilometern an. Da aber Johanna uns für den letzten Schelmenmarkt zwangsverpflichtet, konnte ich mir die sparen.
Der Schelmenmarktlauf krankt an der mangelnden Beteiligung, kaum Läufer vom ausrichtenden Verein und an den sehr ungenauen Kilometerangaben. Die Strecke wurde die letzten Jahre ständig variert, aber die Kilometerangaben haben noch nie gestimmt. Vielleicht liegt das auch am Karnevalsverein Schelme ;-), die den Lauf mit austragen.
Aber egal, super Laufwetter, strahlend blauer Himmel, nicht besonders warm. Ich hatte mich optimal mit einer Flasche Weißwein am Vorabend orbereitet. Vorgenommen hatte ich mir gar nichts, da ich wirklich nicht genau wußte wo ich stehe. Zumal ich in dieser Vorbereitung so gut wie keine Intervalle gelaufen bin. Johanna, Wolfgang, Thomas und ich starteten auf der langen Distanz fürs Laufwerk. Ich wollte mich an Johanna und Wolfgang halten und dann mal schauen was geht. Naja, schon bei der ersten Steigung fielen die beiden ein klein wenig zurück. Ich lief einfach meinen Stiefel weiter, wobei ich allerdings immer im Hinterkopf hatte, das ich meist zu schnell angehe und dann von Johanna eingesammelt werde. Die
Streckenführung war sehr anspruchsvoll, die Steigungen knackig und das Kopfsteinpflaster bergab auch nicht ohne. Insgesamt 5 Mal mussten wir am Obermarkt vorbei. Kurz vor mir lief noch einer, den ich dann bei der dritten oder vierten Runde kassierte. Ihn verließ bei der Steigung an der Michaelis Hohl die Kraft. Noch einer mehr im Nacken. Es standen etliche Bekannte an der Strecke und Klaus sorgte am Burchardhaus für Aufmunterung. Mein Mund war total trocken und es wurde kein Wasser gereicht, bei der dritten Runde schnappte ich mir einen Becher und goß Wasser rein, ab der vierten gab es dann Wasser. Bei den Steigungsstücken ging mein Puls durch die Decke und ich befürchtete, das irgendwann nix mehr gehen würde. Alle im Nacken, allerdings lt. Klaus genug Lauft nach hinten. Das letzte Mal die Steigung, die ja vom Burchhardhaus bis zum Altenheim, nur hoch geht. Dann auslaufen - GESAMTFÜNFTER - so was hatte ich nicht erwartet. Zweiter in der Altersklasse, bester Lauf seit langem.
Technische Daten: schlemische 10 Kilometer (8,6 km) - Gesamtfünfter - AK2 - 34:44 - (4:02′) - AVG 164 - Maxpuls 181
Halbmarathonsimulation auf dem R3
7.10.2007 von Tid.
Laut dem guten alten Steffny Plan muß ich heute einen Halbmarathonwettkampf laufen. Diesmal habe ich nur 2 Alternativen entdeckt, entweder in Köln (ausgebucht) oder in Aschaffenburg (6 Runden). Auf Aschaffenburg hatte ich keine Lust, zumal ich wahrscheinlich öfters ins überholen gekommen wäre. Da Steffen urlaubsbedingt für AB abgesagt hatte , beschloss ich das Teil auf der markierten Strecke des Marathonprojektes zu laufen. Das hatte ich bei deren Halbmarathon Trainingswettkampf schon mal geübt.
Heute hatte ich natürlich ein höheres Tempo eingeplant (4:30 pro KM). Julia begleitete mich, in Personalunion, als Trainierin, Zuschauerin und Versorgungsposten, auf dem Fahrrad
.
In der Früh um 9:15 war es sonnig aber ziemlich kalt (7,5 Grad) und es wehte ein fieser Wind aus Richtung Wächtersbach. Julia mußte den Windstopper überziehen. Die ersten 7 Kilometer waren dementsprechend heftig; ich brauche immer ziemlich lange um “warm zu werden” . Das war bei hohem Tempo, Kälte und Gegenwind sehr schwer. Meine Beine waren steif….. . Bei Kilometer 8/9 traf ich die Jungs vom Marathonprojekt, die 24 Kilometer im moderaten Tempo liefen. Das heranlaufen hat mir wenigstens etwas “Wettkampffeeling” vermittelt.
Den Wendepunkt (10,6 Kilometer) erreichte ich in 48:02 Minuten, endlich dem kalten Wind entronnen ! Den Rückenwind bemerkte ich nicht, aber ich lief nicht mehr gegen eine kalte Wand an. Julia machte unterwegs einige Fotos. Die nächsten Kilometer gingen wie von selbst (Kilometer 12 -14 in 8:52 ). So ab KM 16 bemerkte ich die ersten Müdigkeitserscheinungen. Ich musste dringend was essen, das Trockenobst, meinen letzten Gelpack hatte ich am Wendepunkt verbraucht, bekam ich kaum runter. Wie immer wurde die letzten Kilometer sehr schwer. Julia versuchte mich noch auf zu muntern, aber auch meine Konzentration lies nach. Bei den letzten 3 Kilometer war die Batterie leer und ohne “Gegner” konnte ich mich nur noch für den Zieleinlauf
motivieren (300 Meter bis zum Schwimmbad).
Gefühlt war der Schluss zwar hart aber die zweite Hälfte bin ich in 48:30 gelaufen, so viel abgebaut habe ich dann doch nicht
. Insgesamt ist meine zweitbeste Halbmarathonzeit von 1:36:32 rausgekommen. Das ganze ohne Wettkampf, da bin ich sogar ein bisschen stolz auf mich
.
Zwar bin ich keinen 4:30er Schnitt gelaufen, aber bei besseren Bedingungen (kein Wind, Wettkampf), wäre ich in den Bereich meiner PB (1:34:01) gelaufen
.
Technische Daten: 21,1 km - 1:36:32 - (4:34′) - 153 Avg - 162 MaxPuls - alles Erster, da einziger Teilnehmer