Halbmarathonsimulation auf dem R3
7.10.2007 von Tid.
Laut dem guten alten Steffny Plan muß ich heute einen Halbmarathonwettkampf laufen. Diesmal habe ich nur 2 Alternativen entdeckt, entweder in Köln (ausgebucht) oder in Aschaffenburg (6 Runden). Auf Aschaffenburg hatte ich keine Lust, zumal ich wahrscheinlich öfters ins überholen gekommen wäre. Da Steffen urlaubsbedingt für AB abgesagt hatte , beschloss ich das Teil auf der markierten Strecke des Marathonprojektes zu laufen. Das hatte ich bei deren Halbmarathon Trainingswettkampf schon mal geübt.
Heute hatte ich natürlich ein höheres Tempo eingeplant (4:30 pro KM). Julia begleitete mich, in Personalunion, als Trainierin, Zuschauerin und Versorgungsposten, auf dem Fahrrad
.
In der Früh um 9:15 war es sonnig aber ziemlich kalt (7,5 Grad) und es wehte ein fieser Wind aus Richtung Wächtersbach. Julia mußte den Windstopper überziehen. Die ersten 7 Kilometer waren dementsprechend heftig; ich brauche immer ziemlich lange um “warm zu werden” . Das war bei hohem Tempo, Kälte und Gegenwind sehr schwer. Meine Beine waren steif….. . Bei Kilometer 8/9 traf ich die Jungs vom Marathonprojekt, die 24 Kilometer im moderaten Tempo liefen. Das heranlaufen hat mir wenigstens etwas “Wettkampffeeling” vermittelt.
Den Wendepunkt (10,6 Kilometer) erreichte ich in 48:02 Minuten, endlich dem kalten Wind entronnen ! Den Rückenwind bemerkte ich nicht, aber ich lief nicht mehr gegen eine kalte Wand an. Julia machte unterwegs einige Fotos. Die nächsten Kilometer gingen wie von selbst (Kilometer 12 -14 in 8:52 ). So ab KM 16 bemerkte ich die ersten Müdigkeitserscheinungen. Ich musste dringend was essen, das Trockenobst, meinen letzten Gelpack hatte ich am Wendepunkt verbraucht, bekam ich kaum runter. Wie immer wurde die letzten Kilometer sehr schwer. Julia versuchte mich noch auf zu muntern, aber auch meine Konzentration lies nach. Bei den letzten 3 Kilometer war die Batterie leer und ohne “Gegner” konnte ich mich nur noch für den Zieleinlauf
motivieren (300 Meter bis zum Schwimmbad).
Gefühlt war der Schluss zwar hart aber die zweite Hälfte bin ich in 48:30 gelaufen, so viel abgebaut habe ich dann doch nicht
. Insgesamt ist meine zweitbeste Halbmarathonzeit von 1:36:32 rausgekommen. Das ganze ohne Wettkampf, da bin ich sogar ein bisschen stolz auf mich
.
Zwar bin ich keinen 4:30er Schnitt gelaufen, aber bei besseren Bedingungen (kein Wind, Wettkampf), wäre ich in den Bereich meiner PB (1:34:01) gelaufen
.
Technische Daten: 21,1 km - 1:36:32 - (4:34′) - 153 Avg - 162 MaxPuls - alles Erster, da einziger Teilnehmer