Pyrrhussieg ?
25.10.2007 von Tid.
War der Schelmenmarktlauf ein zu teuer erkaufter Erfolg ? Erstmal der Reihe nach, jetzt kurz vor dem “großen” Rennen ist es eh zu spät. Aber ich fühle mich nicht besonders, deshalb Ursachenforschung.
Es ist immer das gleiche. Wenn das Training/Wettkampf super gut läuft, fühlt man sich unzerstörbar.
Nachdem Schelmenmarktlauf wurde ich wieder unvorsichtig. Bei dem langen Lauf direkt an dem Sonntag war ich viel zu dünn angezogen und ausgepowert. Da Björn für ein halbes Jahr nach Shanghai flog, musste ich den langen Lauf früh um 7:00 Uhr starten. Auf der Kasseler Runde war alles im Nebel und Raufreif (3 - 6 Grad). Ich war viel zu dünn angezogen, kurze Tights und ein ganz dünnes Langarm. Ich dachte die Temperatur würde schneller ansteigen, vergaß dabei aber das ich normalerweise erst um 9:00 starte. Die ersten 20 Kilometer gingen gut, obwohl es doch ziemlich kalt war, die letzte 10er Runde war dann übel. Ab KM 22 fühlte ich mich so wie normalerweise ab KM 38 beim Marathon. Der Schnitt stimmte im Endeffekt zwar (5:38′), aber danach begann das schlechte Gefühl.
Immer leichtes Halskratzen, auch bedingt durch einige Geschäftstermine mit viel Klimaanlageeinsatz.
In der Woche nach diesem langen bin ich deshalb sehr wenig gelaufen. Für die 3* 5000 Testeinheit am Donnerstag fühlte ich mich nicht fit. Am Freitag war es dann besser, aber da musste ich 13 Stunden wegen einer Störung arbeiten. Am Samstag machte ich deshalb zumindest eine Tempoeinheit über 6 Kilometer. Am Sonntag dann den letzten langen Lauf mit Steffen 20 Kilometer durch den strömenden, kalten Regen. Natürlich viel zu schnell (5:20er - statt - 5:45er) Schnitt. Auf dem letzten Kilometer total müde und mir war dann den ganzen Tag kalt. So fühlte ich mich wieder schlecht, gestern habe ich mich dann aufgerafft zumindest 3 Intervalle a 1500 Meter im Marathontempo zulaufen. Das hat dann gut geklappt und ich fühlte mich direkt besser.
Heute ist es wieder so halb/halb und deshalb bin ich nicht meine Bewegungstherapie (50 Minuten im Joggingtempo) gelaufen.
Naja, jetzt hilft nur “beten”, mal sehen wie es am Sonntag wird. Ich werde versuchen irgendwas zwischen 4:40 - 5:00 Minuten pro Kilometer zu laufen. Mal sehen, das wird schon 