Archive für 8.6.2008

Brüder-Grimm-Lauf 2008: 5. Etappe “Hänsel und Gretel-Etappe”

Motto: …Finger weg von der Verpflegungsstation mit dem Lebkuchen.

naja, ich hab mich für Wasser und Cola entschieden…. . Die Zeit zwischen der 4. und der 5. Etappe ist knapp und ich trödele mit allen. Essen, duschen, bloggen, massieren….. . Bevor wir losfuhren war ich ziemlich überfressen…. :-) . Die Sonne brannte (wie immer) und wir fanden uns am Start ein. Iris war auch da und freute sich … . Was soll man zur der Etappe schreiben ? Im Grunde ist es nur eine Kopfsache, klingt einfach, ist es aber nicht. Nach verhaltenem Start rollte das Feld auf die letzte brutale Steigung zu, nach 1500 Metern - knapp 200 Höhenmeter hoch auf einer Strecke von endlosen 1300 Metern. Dann ging es wieder runter (3 Kilometer durch den Wald) in Richtung Salmünster. Danach sind die meisten bedient. In den letzten Jahren war ich ab KM6 in der Regel fertig. Diesmal lief es besser und ich konnte das Tempo so einigermassen hochhalten. Den Blick auf die Uhr hatte ich mittlerweile aufgeben. Naja, pflichtbewusst habe ich fast jeden KM abgedrückt, aber eine Zeithochrechnen war nicht mehr drin. Ab KM9 wurde es wieder schwer, das war ja nur die “Halbzeit”. Hinzu kam ein fieser Wind der zwar angenehm kühlte, aber auch tierisch Substanz kostete. Im Tal zwischen Bad Soden bis zum Stausee fraß das die letzten Reserven. Bei KM11, das war einer meiner Tiefpunkte klopfte mir Iris auf die Schulter und feuerte mich an. Irgendwie half das und ich riss mich zusammen. An der Strecke standen wieder viele LaufwerkerInnen, ohne diese Aufmunterung …. . Roberto hatte ziemliche Probleme (Krämpfe) und ich blieb kurz bei Ihm, aber das nützte nichts und ich trabte dann weiter. Diesmal hatte ich mich mit 3 Gelpacks ausgestattet und ich schüttet mir immer Cola rein. Es half…. danach lief es wieder besser. Die letzten Kilometer waren dann auch rum und ich freute mich auf den Kumpen. Auf den letzten 1,5 Kilometer konnte ich noch einiges gut machen, allerdings sprintete mir noch einer auf den letzten Metern vorbei. Arno war nur kurz vor mir, ich hatte Ihn immer im Blick…. . Ansonsten meine beste letzte Etappe ! Rest im BGL-Fazit (in Kürze).

Technische Daten: 18 Kilometer - 1:32:09 - (5:07′) - Etappenplatz 123 - AK57 - 142 AVG - 171 Maxpuls

Brüder-Grimm-Lauf 2008: 4.Etappe “Frau Holle-Etappe”

Motto:……am Ziel durch das rechte Tor mit dem Goldregen laufen, nicht verwechseln mit dem Pechtor auf der linken Seite….

Wenn es hier nur mal Gold für mich geben würde. Mental war es mal wieder die Hölle, aber der Reihe nach. Heute morgen fühlte ich mich ziemlich erholt, nach den üblichen Vorbereitungen, nutze ich das Stück zwischen Wohnung und Start zum einlaufen. Da war dann schon nichts mehr von der Erholung zu spüren, eher die Müdigkeit. Dann ging es wieder los, die Karawane startete in Richtung Wächtersbach. Die Königsetappe, der Mount Ventoux des BGL. Jedes Jahr will ich das Teil vorher laufen, aber wahrscheinlich habe ich eine mentale Blockade die das verhindert. Einmal im Jahr, beim BGL muß das reichen. Während der ersten 4 Kilometer fühlte ich mich schon wie gestern nachmittag bei 14. Ich verfiel in einen verzweifelten Trott. Mittlerweile habe ich schon etwas Streckenkenntnis. Bei einem Berganstück kam uns der LT Gelnhausen entgegen, die Arno grüßten. Aha, er war mir also im Nacken und Jo in Schlagdistanzsichtweite. Wie immer ist Arno auf dieser Etappe schneller als ich, daran kann ihn nicht mal seine Verletzung hindern ;-) . Auf dem letzten Gefällstück vor den letzten Steigungen versuchte ich mit großen Schritten noch etwas Distanz zwischen uns zu bringen, da ich wußte das er mich am Berg eh holt. Bei KM8 war es dann soweit. “Jetzt nur nicht gehen”, “Schmerz ist unausweichlich, Leiden ist (k)eine Option” , die Mantras versuchte ich mir einzubleuen…. . Aber egal, irgendwann war die Klippe erreicht, oben stand Karin die ich kaum mehr war nahm. Jetzt noch schnell überschüssiges Wasser loswerden und es ging dann abwärts. Die Kilometer 12 - 13 sind noch etwas wellig, aber dann begann der Schussritt ins Tal. Ich hatte mittlerweile keine Idee wie ich in der Zeit liege, aber das war mir auch egal. Voll aufdrehen konnte ich nicht mehr, aber stürzen wollte ich nicht. Wie immer bekam ich eine dicke Blase, vom runterrennen. Dann naoch die letzten Kilometer durch den Ort ins Ziel. Geschafft, glücklich, KO ! Sogar eine ziemlich gute Zeit, meine 2. beste Zeit auf dieser Etappe. Insgesamt fühle ich mich aber besser, frischer im Vergleich zu den letzten Jahren, das wirkt sich zwar nicht auf die Zeit aus, aber das kann beim letzten Gefecht (die HITZESCHLACHT) heute Mittag ja den Ausschlag geben.

Technische Daten: 17 Kilometer 1:25:08 - (5:01′) - Etappenplatz 103 - AK53 - 143 AVG - 151 Maxpuls

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