Brüder-Grimm-Lauf 2008 Fazit
Im letzten Jahr habe ich mich um das Fazit gedrückt, nicht weil ich nicht so gut gelaufen bin, sondern weil mir nach der „Tour der Leiden“ in der Regel nicht mehr viel einfällt.
Aus den letzten Blogeinträgen ist ja schon zu erkennen gewesen, das es dieses Mal besser als in den letzten Jahren gelaufen ist. Hier die Fakten:
- beste Altersklassenplatzierung 50ter
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beste Gesamtplatzierung 108
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fast Gesamtbestzeit 6:30:07, in 2006 6:24:xx bei kürzerer Distanz
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beste erste Etappe
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aber viel wichtiger, beste letzte Etappe
Das hört sich jetzt so einfach an, aber es war wie immer, knochenhart. Auf meinen „Lieblingsetappen“ 3 -5 war ich ziemlich fertig. Auf der dritten hatte ich zumindest wenn man sich die Platzierung ansieht den größten Hänger, aber auch die 4. und 5. waren mehr als schwer. Hier stimmt die Platzierung wahrscheinlich nur weil der Rest um mich herum noch stärker abgebaut hat.
Zur körperlichen Müdigkeit kommt die mentale Erschöpfung hinzu.
Kleiner Exkurs zum Thema Marathon vs. BGL (mentale Erschöpfung):
Häh, was schwafelt der da über mentale Erschöpfung ? Einen Marathon laufe ich, vorausgesetzt die Vorbereitung hat gestimmt, in einem “moderaten” Tempo durch. Dabei besteht für mich manchmal die Gefahr, das ich mich anfange zu langweilen. So nachdem Motto: “Was noch 90 Minuten so weiter….” . Beim BGL ist alles anders, hier laufe ich fast jede Etappe Vollgas, unabhängig ob Steigungen dabei sind oder nicht. Jeder der schonmal einen 10er Wettkampf gelaufen ist, kennt das vielleicht. Um als “Langstreckler” schnell unterwegs zu sein, muß man sich permanent konzentieren. Besonders dann wenn man, wie bei BGL, eigentlich nicht mehr laufen WILL. Das kostet mich fast die meiste Kraft während des BGLs und führt danach zu einer Leere in der Birne.
Trotzdem war es im Vergleich zu den Vorjahren einfacher für mich.
Das „Klemmbrett Karraß Training“ war so gesehen ein voller Erfolg. So effektiv habe ich schon lange bzw. noch nie trainiert. In der kurzen Zeit, trotz der wenigen Kilometer (was sonst so mein Maß der Dinge für den BGL war) und dem momentanen Streß im Büro, konnte ich ein gutes Ergebnis laufen. Natürlich darf ich die Ausdauergymnastik (bodyright) von Iris nicht vergessen, die den anderen Teil dazu beigetragen hat.
Ich war viel frischer und fitter zwischen und nach den Etappen. Auch bestand die „Freizeit“ an diesem Wochenende nicht nur aus schlafen, dösen und Wunden lecken, sondern ich grillte war einkaufen und guckte mir die EM-Spiele an.
So das war es jetzt aber zu Thema BGL. Nach dem Motto nach dem Lauf ist vor dem Lauf, beginne ich dieses Wochenende wieder mit “leichtem” Training.
Ein ganz besonderes Dankeschön noch mal an Steffen, der an diesem Wochenende Julia als Chauffeur und Coach vertreten hat. Natürlich auch an alle die an der Strecke standen und uns angefeuert haben.
Technische Daten:
108. 6:30:07 50. M40 103.M
Geschwindigkeit, Puls, usw. folgt noch.
Dieser Eintrag wurde am 9.6.2008 um 10:00 verfasst und befindet sich in Wettkämpfe, Allgemein. Sie können alle Antworten zu diesem Eintrag über den Feed RSS 2.0 mitverfolgen. Hinterlassen Sie eine Antwort oder einen Trackback-Link zu Ihrer eigenen Homepage.
14.6.2008 bei 07:47
Hallo, sehr schöner Blog über den BGL und Deine Leiden kann ich gut nachvollziehen. Glückwunsch für das gute Ergebnis!
Du schreibst, dass Du immer am Limit läufst, vergleichbar wie bei einem 10er. Wenn Du mit Brustgurt läufst, würde mich interessieren, mit welcher urchschnittl. HF Du da läufst. Ich bin diesmal komplett im Durchschnitt 10 Schläge unter denen, die ich einen 10er laufen würde gelaufen und bin so gut und so schnell wie nie durchgekommen. Also, ich laufe langsam los und steigere, zum Schluss bin ich auch bei der 10er HF aber im Durchschnitt blieb ich 10 Schläge drunter. War nicht technisch, sondern eher nach Gefühl gelaufen.
Gruß Jürgen
14.6.2008 bei 18:15
Hallo Jürgen,
die Pulswerte stehen bei jeder Etappe (ausser der 2.) unter den Blogeinträgen. Bei Wettkämpfen, egal auf welcher Distanz zumindest bis Marathon, bewege ich mich immer so zwischen 151 - 156 (Durchschnitt). Dies habe ich nur auf der ersten Etappe erreicht. Den Rest bin ich diesmal zwischen 141 - 146 gelaufen. Meine Taktik, zumindest bis zur 3. Etappe war Deiner ähnlich. Ich habe immer erst ab der Mitte der Etappe einen Gang hochgeschaltet. Ist auch gut fürs Ego wenn man anfängt die Leute zu überholen. Das ist mir bis zur KM14 der 3. Etappe gelungen.
Gruß
Mathias