30. Koberstädter Waldmarathon 24.08.2008
Nach 14 Jahren mal wieder in Koberstadt zum Halbmarathon. Damals bereitete ich mich auf meinen ersten und für 10 Jahre einzigen Marathon vor. Ziemlich planlos, jung und voller Kraft, aber langsamer 1:55:05. Wir sind keine Anstiege in der Erinnerung geblieben.
Nun stand ich da, der Start- und Zielbereich liegt mittlerweile im Stadion, was bei der Teilnehmerzahl notwendig ist. Vorgenommen hatte ich mir eine neue HM-Bestzeit zu laufen (< 1:34:01). Mein letzten HM bin ich in 2006 gelaufen, eine ähnliche Distanz nur jedes Frühjahr, den 25er in Seligenstadt. Klemmbrett Karraß hatte mir 4:50 - 4:45 mit auf den Weg gegeben, ohne Druck locker laufen und gffs. steigern. Ich konnte das nicht glauben, bisher ging ich diese Distanz mit 4:25 - 4:35 an. Das wollte ich auch diesmal versuchen.
Am Vortag ging schon die Generalprobe schief, locker einlaufen 30 -40 Minuten. Ich war völlig steif, übermüdet und kam nicht vom Fleck . Der 6:10er Schnitt der dabei raus kam fühlte sich wie ein 4:30er beim Tempolauf. Ich hätte gewarnt sein können, aber nachdem Motto wenn die Generalprobe schief geht klappt der Wettkampf, stand ich an der Startlinie.
Es war eine Riesenveranstaltung, ca. 1.400 Teilnehmer bei Halbmarathon (es fanden die Hess. Halbmarathon Meisterschaften statt) und noch etliche Marathonläufer die schon seit 8:00 auf der Strecke waren. Um 10:00 Uhr ging es dann los, die Chipzeitmessung fippte und ich war auf der Strecke. Vom Stadion durch den Ort, in Richtung Wald. Wie immer lief ich mein Tempo, das heißt ich lief los und schaute dann bei KM1 auf die Uhr. Das ist für mich meist die Richtschnur für den Wettkampf, zwar bin ich oft zu schnell aber das Gefühl der ersten Meter, sagt mir viel für die bevorstehenden Kilometer. Also was sah ich ? 4:51,9 - überpacet hatte ich nicht, nur fühlte es sich so an, als ob da nicht mehr viel Spiel nach unten war. Sollte das Klemmbrett Recht behalten ? Die ersten Kilometer waren aber auch wellig (Brücke, leichte Anstiege). Es ging weiter mit 4:49,2 , 4:48,6 , die Bestzeit schon weit weg. Danach wurde ich etwas schneller und näherte mich der 4:30er Grenze pro Kilometer, die ich insgesamt ich 4 - 5 Mal unterbot. Ansonsten, auch auf Grund des welligen Geläufes immer so zwischen 4:35 - 4:50 . Den 10. Kilometer passierte ich 0:46:48. So langsam nahm ich Fahrt auf, zumindest hatte ich diesen Eindruck. So zwischen 10 - 15,5 konnte ich ziemlich aufdrehen und es rollte. In dieser Zeit machte ich viele Meter gut, an einer Steigung bei KM15 überholte ich Joanna, die ziemlich fertig aussah. Seit Kilometer acht lieferte ich mir ein Privatduell mit einem Spiridonläufer, der immer an den Steigungen zurückfiel um dann mit aller Kraft an den Flachstücken an mir vorbei zuziehen. Es war schon albern. Zwischen 15,5 - 17 hatte ich einen Hänger. Es war keine schleppende Müdigkeit, aber auch kein Mann mit dem Hammer. Ich hatte auf einmal zwei Kilometer mit einem Schnitt der größer fünf war (5:20, 5:06). Klar, war das auch der letzte größere Anstieg, aber es war seltsam zumal es dann direkt mit 4:36, 4:25,3 und 4:40,3 weiterging. Zudem Zeitpunkt war mir schon bewusst das ich nicht in die Nähe meiner Bestzeit kommen würde. So ließ ich es etwas schleifen, die letzten 1100 Meter in 5:11. Hier überholte mich auch noch mein Spiridonfreund.
Insgesamt eine sehr schöne Veranstaltung, ich war allerdings etwas enttäuscht das es nicht schneller ging. Allerdings bin ich nicht eingebrochen und das ganze mehr oder weniger in einem Tempo durchgelaufen. Meine zweitbeste offizielle Halbmarathonzeit kam auch dabei raus. Naja, nur zwei Sekunden schneller als beim Südbahnlauf, der ein “paar” Höhenmeter mehr hat. Wenn ich mir aber den Sommer betrachte (Blogeintrag kommt noch), bin ich dann doch zufrieden.
Technische Daten: 21,1 km - 1:39:14 - (4:42′) - 160 Avg - 180 MaxPuls -Gesamt 315 - AK78 - +150 Höhenmeter
Dieser Eintrag wurde am 24.8.2008 um 15:30 verfasst und befindet sich in Wettkämpfe. Sie können alle Antworten zu diesem Eintrag über den Feed RSS 2.0 mitverfolgen. Hinterlassen Sie eine Antwort oder einen Trackback-Link zu Ihrer eigenen Homepage.