16. Mainuferlauf, oder wenden in zwei bzw. laufen in drei Zügen !

Bei meiner Wettkampfrevivaltour hatte ich nun den 16. AllessaChemie Mainuferlauf auf der Liste. Vor 14 Jahren hieß das Werk glaube ich noch Hoechst, zwischenzeitlich haben die x-mal den Namen geändert. Start um 9:00 Uhr, das bedeutet ganz früh raus. Ist besonders toll wenn im Städtchen Volksfest ist und irgendwelche Beziehungsstreitigkeiten nachts um 4:00 Uhr vor unserer Haustür ausgetragen werden. War die Wiederholung vom Freitag, da hatten wir das auch schon mal. Es war neblig, trotzdem war ich guter Dinge in kurz zu laufen. Ich nahm auch gar nichts anderes mit, was sich als kleiner Fehler erweisen sollte. Ich traf etliche Bekannte in OF(Roberto, Sabine + Peter, Roy, Klaus und Ricardo). Roy hat mir den GPS-Sender von Polar mitgebracht (G1). Der funktioniert nicht mit seiner RS200, ob das mit der SX625  in unserem Tal besser klappt, wird sich zeigen.

Das Klemmbrett hatte mir ins Gewissen geredet nicht so schnell zu laufen (Schnitt 4:45) und den Lauf zu dritteln. Das es auch noch eine Wendepunktstrecke ist, kommt es zu dem BlogTitel. Ich hatte ursprünglich vor mal wieder auf Bestzeit zugehen, aber Klemmbrett hat Recht, der Marathon ist das Ziel und nicht zwei Wochen vorher eine HM-Bestzeit. Ich war immer noch optimistisch was das Wetter angeht. Ganz kurz und sogar die Sonnenbrille im Haar. Pünktlich ging es los, was für ein Gedrängel. Fast 600 Läufer auf ‘nem Fahrradweg, bis sich das sortiert hatte, dauerte es. Den ersten Kilometer lief ich mit Peter, der heute ein Trainingsläufchen machte (5:20er), nach seiner HM Bestzeit in Köln (1:21) lies er es etwas ruhiger angehen. In Sichtweite vor uns lief Sabine, die heute einen 4:53er Schnitt laufen wollte. Der erste Kilometer war nach langen 5:17 zu Ende, da beschleunigte ich erstmal. Den zweiten bin ich dann in 4:29 (zu schnell) gelaufen. Dann pendelte es sich um die 4:50 ein, mehr GING nicht. Es war kalt, feucht und nebelig. Sabine lief bis 5 ein paar Kilometer mit mir. Meine Beine schmerzten, die blöden Kompressionsocken rutschen runter und ich verfluchte den Trainer. Der Puls kam nicht höher 146, also relativ entspannt, aber die Muskeln wollten nicht schneller. So zwischen Kilometer 5,5 und 6 bemerkte ich das es endlich besser “lief”, ich wurde also warm. Ab Kilometer 8 war ich dann freigelaufen, von da an ging es erstmal wie von selbst. Zwischen Kilometer  7,5 - 9 kamen die ersten Läufer zurück, der Wendepunkt nahte. Ricardo und Roberto waren in verschiedenen Verfolgergruppen. Ab dem Wendepunkt zog ich das Tempo an, es ging plötzlich ganz einfach. Der Puls ging sogar etwas runter und ich begann die ersten Läufer ein zu sammeln.  Die Kilometer bis 16 flogen so an mir vorbei und bald hatte ich schon eine große Anzahl Läufer eingeholt. So macht das natürlich Spaß, während alles um mich herum am “beißen” war, konnte ich entspannt mit ‘nem 150er Puls 4:39er Kilometerzeiten laufen. Bei Kilometer 17 holte ich einen Läufer ein der mich irgendwann bei 9 überholt hatte und dann immer so 50 - 80 Meter vor mir lief. Mit ihm fightete ich bis ins Ziel. Eigentlich dachte ich das er “aufgeben” würde, aber er kam immer wieder ran. So wurden die letzten drei Kilometer noch sehr kurzweilig und den 500 Meter langen Zielsprint konnte ich für mich entscheiden. So kam mein Puls doch noch in Richtung 160 (157) ;-) . Dafür hat er mich dann im “Zielkanal” geschlagen. Aber der Reihe nach, meine Uhr stoppte bei genau 1:39:59, perfekte Zeit. Im Zielkanal ist der Typ dann an mir vorbeigegangen und bekommt nun meine Zeit und Platzierung und ich seine. Mir war das zu blöd deswegen rum zu zicken, da ich sehr ZUFRIEDEN mit dem erreichten war. So locker (streichen wir die ersten 6 Kilometer) bin ich noch nie einen Halbmarathon in einer annehmbaren Zeit gelaufen. Vor allen Dingen war es das erste Mal, das ich auf einer längeren Distanz im letzten Teil noch so richtig Reserven hatte.
Jetzt bin ich erstmal ruhiger was den FFM Marathon angeht, DANKE Trainer ! Morgen Massage, darauf freue ich mich schon. Zu erwähnensind natürlich die warmen duschen im Chemiewerk. Dadurch das die Chemiearbeiter eine ziemlich große Umkleide mit genug heißen Duschen haben, ist das natürlich für uns Läufer ein Traum.

————Zeit                Schnitt       AVG  MaxPuls
1.Drittel    33:55,20    04:50,74    147,14    151
2.Drittel    33:30,70    04:47,24    146,57    150
3.Drittel    32:33,90    04:40,08    149,5     157

1. Hälfte    50:50,40
2. Hälfte    49:08,80

Technische Daten: 21,1 km - 1:39:59,80 (offiziell 1:40:03) - (4:44′/4:45′) - 147 AVG - 157 MaxPuls -Gesamtplatz 175/174 siehe oben :-( - AK44

Kleiner Vergleich am Rande, da wird die Lockerheit von heute richtig deutlich:
Koberstadt:  1:39:14 - (4:42′) - 160 Avg - 180 MaxPuls
Offenbach:   1:40:03 - (4:45′) - 147 Avg - 157 MaxPuls

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