Archiv der Kategorie Wettkämpfe

2. Brachtaler Lauftag in Schlierbach

Es war wiedermal ziemlich chaotisch bzw. hektisch, Thomas entschloss sich ziemlich kurzfristig dann doch das große Zeitnahmeprogramm durch zuziehen. Am Samstag waren Steffen und ich auch noch beim Germanbowl im Waldstadion.

Die Strecke kannte ich ja noch vom letzten Jahr, da war ich gut unterwegs gewesen. Diesmal hieß es früh da sein, die Notebooks mußten aufgebaut und vernetzt werden. Es war oben in Schlierbach noch schweinekalt da der Nebel, im Gegensatz zu Gelnhausen sich noch nicht verzogen hatte. 8 Grad brrrh…..

Auch bis zum Start wurde es nicht wärmer, leider hatte ich keine halblange Hose dabei, so lief ich kurz und obenrum mit einem kurzen Unterhemd, darüber dann das Team Trikot.

Jörn lief vorne weg, Klaus hinterher, Johanna und dann ich. Ich versuchte an Joh dran zubleiben, aber das war mir zu schnell. Sie lief den ersten Kilometer in 4:01, ich begnügte mich mit 4:16. Mir war da schon klar das, das heute zu schnell für mich werden würde.

Nach und nach liefen zwei Läufer auf mich auf, an der ersten langen Steigung zwischen 2 - 4 lies ich die beiden laufen. Die Steigungen kosteten schon ziemlich Kraft. Es war nicht mein Tag, ich war nicht konzentriert und konnte mich nicht genug motivieren. Die Rampe bei KM4,5 und der Anstieg bis KM7 kosteten weitere Körner. Dann ging es steil bergab, da wurde ich nochmal von einem Typen überholt, der in einem irrsinnigen Tempo den Hang herunter jagte. Normalerweise bin ich schon ziemlich schnell bergab, aber das…. . Naja, ich hab mir dabei noch einen Stein in den Elixir eingetreten. So mußte ich auch noch anhalten und den Stein rausfummeln. Aber egal, immer weiter…. . Die letzten Kilometer ziehen sich ganz schön, da das ziemlich flach und geradeaus geht. Im letzten Jahr konnte ich hier nochmal beißen und mich motivieren, diesmal war es eher buissiness as usal. Johanna vor mir konnte ich nicht mehr kriegen und den Typ hinter mir hatte ich unter Kontrolle. Also irgendwas wie auslaufen, das aber dann doch ganz schön weh tat. Ich wurde wieder Gesamtsiebter, weil einer vor mir disqualifiziert hatte. Er hatte sich verlaufen. Mit meiner Zeit war ich nicht so zufrieden, aber mehr war leider nicht drin.

Technische Daten: Gesamtplatz 7 - AK4 - in 00:45:46 (4:35′) bei 160 Höhenmetern - keine Werte für Puls da Uhr defekt.

30. Koberstädter Waldmarathon 24.08.2008

Nach 14 Jahren mal wieder in Koberstadt zum Halbmarathon. Damals bereitete ich mich auf meinen ersten und für 10 Jahre einzigen Marathon vor. Ziemlich planlos, jung und voller Kraft, aber langsamer 1:55:05. Wir sind keine Anstiege in der Erinnerung geblieben.

Nun stand ich da, der Start- und Zielbereich liegt mittlerweile im Stadion, was bei der Teilnehmerzahl notwendig ist. Vorgenommen hatte ich mir eine neue HM-Bestzeit zu laufen (< 1:34:01). Mein letzten HM bin ich in 2006 gelaufen, eine ähnliche Distanz nur jedes Frühjahr, den 25er in Seligenstadt. Klemmbrett Karraß hatte mir 4:50 - 4:45 mit auf den Weg gegeben, ohne Druck locker laufen und gffs. steigern. Ich konnte das nicht glauben, bisher ging ich diese Distanz mit 4:25 - 4:35 an. Das wollte ich auch diesmal versuchen.

Am Vortag ging schon die Generalprobe schief, locker einlaufen 30 -40 Minuten. Ich war völlig steif, übermüdet und kam nicht vom Fleck . Der 6:10er Schnitt der dabei raus kam fühlte sich wie ein 4:30er beim Tempolauf. Ich hätte gewarnt sein können, aber nachdem Motto wenn die Generalprobe schief geht klappt der Wettkampf, stand ich an der Startlinie.

Es war eine Riesenveranstaltung, ca. 1.400 Teilnehmer bei Halbmarathon (es fanden die Hess. Halbmarathon Meisterschaften statt) und noch etliche Marathonläufer die schon seit 8:00 auf der Strecke waren. Um 10:00 Uhr ging es dann los, die Chipzeitmessung fippte und ich war auf der Strecke. Vom Stadion durch den Ort, in Richtung Wald. Wie immer lief ich mein Tempo, das heißt ich lief los und schaute dann bei KM1 auf die Uhr. Das ist für mich meist die Richtschnur für den Wettkampf, zwar bin ich oft zu schnell aber das Gefühl der ersten Meter, sagt mir viel für die bevorstehenden Kilometer. Also was sah ich ? 4:51,9 - überpacet hatte ich nicht, nur fühlte es sich so an, als ob da nicht mehr viel Spiel nach unten war. Sollte das Klemmbrett Recht behalten ? Die ersten Kilometer waren aber auch wellig (Brücke, leichte Anstiege). Es ging weiter mit 4:49,2 , 4:48,6 , die Bestzeit schon weit weg. Danach wurde ich etwas schneller und näherte mich der 4:30er Grenze pro Kilometer, die ich insgesamt ich 4 - 5 Mal unterbot. Ansonsten, auch auf Grund des welligen Geläufes immer so zwischen 4:35 - 4:50 . Den 10. Kilometer passierte ich 0:46:48. So langsam nahm ich Fahrt auf, zumindest hatte ich diesen Eindruck. So zwischen 10 - 15,5 konnte ich ziemlich aufdrehen und es rollte. In dieser Zeit machte ich viele Meter gut, an einer Steigung bei KM15 überholte ich Joanna, die ziemlich fertig aussah. Seit Kilometer acht lieferte ich mir ein Privatduell mit einem Spiridonläufer, der immer an den Steigungen zurückfiel um dann mit aller Kraft an den Flachstücken an mir vorbei zuziehen. Es war schon albern. Zwischen 15,5 - 17 hatte ich einen Hänger. Es war keine schleppende Müdigkeit, aber auch kein Mann mit dem Hammer. Ich hatte auf einmal zwei Kilometer mit einem Schnitt der größer fünf war (5:20, 5:06).  Klar, war das auch der letzte größere Anstieg, aber es war seltsam zumal es dann direkt mit 4:36, 4:25,3 und 4:40,3 weiterging. Zudem Zeitpunkt war mir schon bewusst das ich nicht in die Nähe meiner Bestzeit kommen würde. So ließ ich es etwas schleifen, die letzten 1100 Meter in 5:11. Hier überholte mich auch noch mein Spiridonfreund.

Insgesamt eine sehr schöne Veranstaltung, ich war allerdings etwas enttäuscht das es nicht schneller ging. Allerdings bin ich nicht eingebrochen und das ganze mehr oder weniger in einem Tempo durchgelaufen. Meine zweitbeste offizielle Halbmarathonzeit kam auch dabei raus. Naja, nur zwei Sekunden schneller als beim Südbahnlauf, der ein “paar” Höhenmeter mehr hat. Wenn ich mir aber den Sommer betrachte (Blogeintrag kommt noch), bin ich dann doch zufrieden.

Technische Daten: 21,1 km - 1:39:14 - (4:42′) - 160 Avg - 180 MaxPuls -Gesamt 315 - AK78 - +150 Höhenmeter

Brüder-Grimm-Lauf 2008 Fazit

Im letzten Jahr habe ich mich um das Fazit gedrückt, nicht weil ich nicht so gut gelaufen bin, sondern weil mir nach der „Tour der Leiden“ in der Regel nicht mehr viel einfällt.

Aus den letzten Blogeinträgen ist ja schon zu erkennen gewesen, das es dieses Mal besser als in den letzten Jahren gelaufen ist. Hier die Fakten:

 

  • beste Altersklassenplatzierung 50ter
  • beste Gesamtplatzierung 108

  • fast Gesamtbestzeit 6:30:07, in 2006 6:24:xx bei kürzerer Distanz

  • beste erste Etappe

  • aber viel wichtiger, beste letzte Etappe

 Das hört sich jetzt so einfach an, aber es war wie immer, knochenhart. Auf meinen „Lieblingsetappen“ 3 -5 war ich ziemlich fertig. Auf der dritten hatte ich zumindest wenn man sich die Platzierung ansieht den größten Hänger, aber auch die 4. und 5. waren mehr als schwer. Hier stimmt die Platzierung wahrscheinlich nur weil der Rest um mich herum noch stärker abgebaut hat.

Zur körperlichen Müdigkeit kommt die mentale Erschöpfung hinzu.

Kleiner Exkurs zum Thema Marathon vs. BGL (mentale Erschöpfung):

Häh, was schwafelt der da über mentale Erschöpfung ? Einen Marathon laufe ich, vorausgesetzt die Vorbereitung hat gestimmt, in einem “moderaten” Tempo durch. Dabei besteht für mich manchmal die Gefahr, das ich mich anfange zu langweilen. So nachdem Motto: “Was noch 90 Minuten so weiter….” . Beim BGL ist alles anders, hier laufe ich  fast jede Etappe Vollgas, unabhängig ob Steigungen dabei sind oder nicht. Jeder der schonmal einen 10er Wettkampf gelaufen ist, kennt das vielleicht. Um als “Langstreckler” schnell unterwegs zu sein, muß man sich permanent konzentieren. Besonders dann wenn man, wie bei BGL, eigentlich nicht mehr laufen WILL. Das kostet mich fast die meiste Kraft während des BGLs und führt danach zu einer Leere in der Birne.

Trotzdem war es im Vergleich zu den Vorjahren einfacher für mich.

Das „Klemmbrett Karraß Training“ war so gesehen ein voller Erfolg. So effektiv habe ich schon lange bzw. noch nie trainiert. In der kurzen Zeit, trotz der wenigen Kilometer (was sonst so mein Maß der Dinge für den BGL war) und dem momentanen Streß im Büro, konnte ich ein gutes Ergebnis laufen. Natürlich darf ich die Ausdauergymnastik (bodyright) von Iris nicht vergessen, die den anderen Teil dazu beigetragen hat.

Ich war viel frischer und fitter zwischen und nach den Etappen. Auch bestand die „Freizeit“ an diesem Wochenende nicht nur aus schlafen, dösen und Wunden lecken, sondern ich grillte war einkaufen und guckte mir die EM-Spiele an.

So das war es jetzt aber zu Thema BGL. Nach dem Motto nach dem Lauf ist vor dem Lauf, beginne ich dieses Wochenende wieder mit “leichtem” Training.

Ein ganz besonderes Dankeschön noch mal an Steffen, der an diesem Wochenende Julia als Chauffeur und Coach vertreten hat. Natürlich auch an alle die an der Strecke standen und uns angefeuert haben.

Technische Daten:
108. 6:30:07 50. M40 103.M
Geschwindigkeit, Puls, usw. folgt noch.

Brüder-Grimm-Lauf 2008: 5. Etappe “Hänsel und Gretel-Etappe”

Motto: …Finger weg von der Verpflegungsstation mit dem Lebkuchen.

naja, ich hab mich für Wasser und Cola entschieden…. . Die Zeit zwischen der 4. und der 5. Etappe ist knapp und ich trödele mit allen. Essen, duschen, bloggen, massieren….. . Bevor wir losfuhren war ich ziemlich überfressen…. :-) . Die Sonne brannte (wie immer) und wir fanden uns am Start ein. Iris war auch da und freute sich … . Was soll man zur der Etappe schreiben ? Im Grunde ist es nur eine Kopfsache, klingt einfach, ist es aber nicht. Nach verhaltenem Start rollte das Feld auf die letzte brutale Steigung zu, nach 1500 Metern - knapp 200 Höhenmeter hoch auf einer Strecke von endlosen 1300 Metern. Dann ging es wieder runter (3 Kilometer durch den Wald) in Richtung Salmünster. Danach sind die meisten bedient. In den letzten Jahren war ich ab KM6 in der Regel fertig. Diesmal lief es besser und ich konnte das Tempo so einigermassen hochhalten. Den Blick auf die Uhr hatte ich mittlerweile aufgeben. Naja, pflichtbewusst habe ich fast jeden KM abgedrückt, aber eine Zeithochrechnen war nicht mehr drin. Ab KM9 wurde es wieder schwer, das war ja nur die “Halbzeit”. Hinzu kam ein fieser Wind der zwar angenehm kühlte, aber auch tierisch Substanz kostete. Im Tal zwischen Bad Soden bis zum Stausee fraß das die letzten Reserven. Bei KM11, das war einer meiner Tiefpunkte klopfte mir Iris auf die Schulter und feuerte mich an. Irgendwie half das und ich riss mich zusammen. An der Strecke standen wieder viele LaufwerkerInnen, ohne diese Aufmunterung …. . Roberto hatte ziemliche Probleme (Krämpfe) und ich blieb kurz bei Ihm, aber das nützte nichts und ich trabte dann weiter. Diesmal hatte ich mich mit 3 Gelpacks ausgestattet und ich schüttet mir immer Cola rein. Es half…. danach lief es wieder besser. Die letzten Kilometer waren dann auch rum und ich freute mich auf den Kumpen. Auf den letzten 1,5 Kilometer konnte ich noch einiges gut machen, allerdings sprintete mir noch einer auf den letzten Metern vorbei. Arno war nur kurz vor mir, ich hatte Ihn immer im Blick…. . Ansonsten meine beste letzte Etappe ! Rest im BGL-Fazit (in Kürze).

Technische Daten: 18 Kilometer - 1:32:09 - (5:07′) - Etappenplatz 123 - AK57 - 142 AVG - 171 Maxpuls

Brüder-Grimm-Lauf 2008: 4.Etappe “Frau Holle-Etappe”

Motto:……am Ziel durch das rechte Tor mit dem Goldregen laufen, nicht verwechseln mit dem Pechtor auf der linken Seite….

Wenn es hier nur mal Gold für mich geben würde. Mental war es mal wieder die Hölle, aber der Reihe nach. Heute morgen fühlte ich mich ziemlich erholt, nach den üblichen Vorbereitungen, nutze ich das Stück zwischen Wohnung und Start zum einlaufen. Da war dann schon nichts mehr von der Erholung zu spüren, eher die Müdigkeit. Dann ging es wieder los, die Karawane startete in Richtung Wächtersbach. Die Königsetappe, der Mount Ventoux des BGL. Jedes Jahr will ich das Teil vorher laufen, aber wahrscheinlich habe ich eine mentale Blockade die das verhindert. Einmal im Jahr, beim BGL muß das reichen. Während der ersten 4 Kilometer fühlte ich mich schon wie gestern nachmittag bei 14. Ich verfiel in einen verzweifelten Trott. Mittlerweile habe ich schon etwas Streckenkenntnis. Bei einem Berganstück kam uns der LT Gelnhausen entgegen, die Arno grüßten. Aha, er war mir also im Nacken und Jo in Schlagdistanzsichtweite. Wie immer ist Arno auf dieser Etappe schneller als ich, daran kann ihn nicht mal seine Verletzung hindern ;-) . Auf dem letzten Gefällstück vor den letzten Steigungen versuchte ich mit großen Schritten noch etwas Distanz zwischen uns zu bringen, da ich wußte das er mich am Berg eh holt. Bei KM8 war es dann soweit. “Jetzt nur nicht gehen”, “Schmerz ist unausweichlich, Leiden ist (k)eine Option” , die Mantras versuchte ich mir einzubleuen…. . Aber egal, irgendwann war die Klippe erreicht, oben stand Karin die ich kaum mehr war nahm. Jetzt noch schnell überschüssiges Wasser loswerden und es ging dann abwärts. Die Kilometer 12 - 13 sind noch etwas wellig, aber dann begann der Schussritt ins Tal. Ich hatte mittlerweile keine Idee wie ich in der Zeit liege, aber das war mir auch egal. Voll aufdrehen konnte ich nicht mehr, aber stürzen wollte ich nicht. Wie immer bekam ich eine dicke Blase, vom runterrennen. Dann naoch die letzten Kilometer durch den Ort ins Ziel. Geschafft, glücklich, KO ! Sogar eine ziemlich gute Zeit, meine 2. beste Zeit auf dieser Etappe. Insgesamt fühle ich mich aber besser, frischer im Vergleich zu den letzten Jahren, das wirkt sich zwar nicht auf die Zeit aus, aber das kann beim letzten Gefecht (die HITZESCHLACHT) heute Mittag ja den Ausschlag geben.

Technische Daten: 17 Kilometer 1:25:08 - (5:01′) - Etappenplatz 103 - AK53 - 143 AVG - 151 Maxpuls

Brüder-Grimm-Lauf 2008: 3. Etappe “Schneewittchen-Etappe”

Motto: ……böse Königinnen am Wegesrand ignorieren…….

das hat heute mal wieder nicht so geklappt. Aber der Reihe nach, die Mittagspause war lange und in der Zeit ging ein gewaltiges Gewitter runter (Hagel, Dauerregen, ), dabei kühlte es schön ab. Aber bis zum Start stand die Sonne dann schon wieder hoch und die Straßen dampften. Steffen mit seinen Mädels holte mich um 15:30 ab. Am Start trudelte dann nach und nach die ganze Mannschaft ein. Thomas startete in einem heißen Höschen. Naja die ersten Kilometer ging es über vermatschte Feld- und Waldwege. Der Trampelpfad vor der Waldsiedlung war nicht ohne, ab KM6 wurde es schwer, ich mußte etwas rausnehmen und dann ging es auch noch bergan. Bei KM7 stand Bärbel und baute mich auf. Joachim hatte ich immer im Blick, ich hoffte das ich ihn noch kriegen würde. Aber im Anbetracht meiner Verfassung stellte ich das erstmal hinten an. Die führende W40 lief auch nur knapp vor mir und das blieb auch so. Fast am höchsten Punkt der Strecke stand wieder Steffen mit den Mädels, langsam wurden die bekannten Gesichter mehr….. . Ich drückte mir ein Gel rein und lies es rollen, einige hatten mich schon eingefangen, aber auf dem langen Gefälle Richtung Gelnhausen konnte ich wieder Gas geben. An Schneewitchen und den sieben Zwergen vorbei, die sinngerweise an der Mülldeponie stehen, durch die Felder nach Altenhasslau. Hier wimmelte es von Laufwerkern am Wegesrand. So ab 12,5 verliesen mich mal wieder die Kräfte, obwohl keine Sonne vom Himmel brannte; die letzten 2 Kilometer mußte ich es austrudeln lassen, mir fehlte die Kraft. Trotzdem meine 2. beste Zeit auf der Strecke. 1 - 2 Meter vorm Ziel drängelten sich noch zwei an mir vorbei, wie bescheutert. Jo hab ich dann natürlcih doch nicht mehr gekriegt, er hat auf den letzten 2 KM dann natürlich noch Abstand reingebracht ( insgesamt 1:10).

Technische Daten: 16 Kilometer -1:16:08 - (4,45′) - Etappenplatz 122 - AK57 - 144 AVG - 153 Maxpuls

Brüder-Grimm-Lauf 2008: 2. Etappe “Dornröschen-Etappe”

Motto: ……auf keinen Fall während des Laufens 100 Jahre einschlafen……

Hm, an meine 2006 Fabelzeit von 1:01 komme ich nicht ran… .Wie gestern lies ich es ruhig angehen, das lag auch daran das es bergan ging. Die erste lange Steigung Richtung Oberrodenbach lief aber ganz gut. Die kleinen fiesen Rampen in Oberrodenbach habe ich noch nie gemocht. Das Wetter war auch wieder zu schön ;-) . Warm, warm, warm. Mein Pulsmesser war schon am Start ausgefallen, ich hab das Teil irgendwie aus versehen ausgeschaltet und in dem Pulsmesserdurcheinander am Start, habe ich keine Verbindung mehr gekriegt. Das machte den Lauf schwieriger und es rächte sich noch. Bei Kilometer 5 passierte etwas, das mir in meiner Laufkarriere noch nie bei einem Wettkampf passiert ist, ich mußte die Schuhe binden…. . Das brachte mich etwas aus dem Takt und Rhytmus, aber laufen mußte man trotzdem. Die Anstiege durch das Villengebiet forderten auch wieder, dann kamen ja die 2 schönen Kilometer auf denen man es rollen lassen konnte, bevor es die fiese 10% Steigung hoch geht. Immernoch war ich nicht im Lauf “drin”, dann endlich oben. Zwischen KM8 - 10 gibt es noch eine kleine Steigung, doch ich konnte wie gestern das Tempo wieder anziehen. Ich lief auch wie gestern auf die gleichen Leute auf und begann zu überholen. Auf dem langen Asphaltstück Richtung Gondsroth habe ich es übertrieben und zuviel Gas gegeben. Mit ‘ner Pulsanzeige wäre das nicht passiert. Das hohe Tempo konnte ich nur bis 12,5 halten, die letzten 1,5 Kilometer mußte ich dann etwas Federn lassen, es ging aber. Klaus, Holger und Louis standen in der Zielkurve und feuerten mächtig an. Steffen war auch da und schon war es wieder vorbei.

Technische Daten: 14 Kilometer - 1:05:18 - (4:40′) Etappenplatz 110 - AK50

Brüder-Grimm-Lauf 2008: 1. Etappe “Rotkäppchen-Etappe”

Motto …..im Wald nicht vom bösen Wolf ansprechen lassen….

das ist mir das erste Mal in 4 Jahren gelungen….. . Aber der Reihe nach. Den ganzen Tag kam ich nicht in die Gänge, ich war ein paar mal auf der Couch eingeschlafen und trotz Kaffee war ich sogar am Start noch müde…. . Jo holte mich ab, an der Halle die üblichen Verdächtigen, mittlerweile gehöre ich selbst zu dem BGL-Zirkus :-) . Wir Laufwerker trudelten nach und nach ein und dann ab zum Marktplatz. Gruppenfoto und dann ging es los. Die ersten zwei Kilometer viel zu schnell (7:56), das lag auch daran das ich KM1 übersehen hatte. Arno lief auf mich auf, auch er wollte langsamer machen ;-) , deshalb dachte ich nicht das ich so schnell unterwegs war. Aber dann hab ich erstmal etwas rausgenommen. Ich kam immer noch nicht rein, ich befürchtete die ganze Zeit bis KM9, das wie beim FFM Marathon 2006, so bleiben würde und ich nicht reinkommen würde. Naja, bei der ersten Etappe habe ich in den letzten Jahren immer ab Kilometer 9 - 10, abgebaut. Dieses Jahr war es anders herum. Ab 10 kam ich ins rollen und fing an einem nach dem anderen zu überholen. Ich erhöhte stetig das Tempo, da stiegt der Puls natürlich auch, aber es ging immer besser. Auf den letzten Kilometern habe ich noch etliche eingefangen, die genauso wie ich in den Vorjahren dran waren. Auf der Zielgeraden, locker entspannt lang gefiltzt. Steffen und alle anderen waren da, schön. So gut lief es auf der ersten noch nie. Jetzt nur nicht übermütig werden, es kommen noch 4 härtere Etappen. Jetzt gleich in die Falle. Gute Nacht

Technische Daten: Kilometer 15,5 - 1:11:17 - (4,36′) - Etappenplatz 108 - AK53 - 154 AVG - 171 Maxpuls

Brüder-Grimm-Lauf 2008: Vorbereitung

Nur noch wenige Stunden bis zum Start, die Nervosität steigt langsam an. Immer die gleichen Fragen:An alles gedacht ? War die Vorbereitung richtig ? Wie will ich überhaupt laufen ?

Dieses Jahrl habe ich mich wieder in Hände vom Klemmbrett Karraß begeben. Ich denke wir haben in den letzten 5 Wochen gut zusammengearbeitet. Trotz dem Stress im Büro hat das Training geklappt. Ich habe fast nur “Tempo” machen dürfen, mal sehen was das beim BGL bringt. Ich fühle mich ziemlich fit, allerdings bin ich heute total müde, denn die letzten 3 Tage habe ich ziemlich viel gearbeitet und wenig und schlecht geschlafen. Ich werde noch ein Mittagsschläfchen halten :-)  müssen. Kurz vor 16:00 werde ich abgeholt. Also Daumendrücken… ….

Weiltalwegmarathon 2008

3:31:38,4 :-)

Schlecht trainiert, schlecht gefühlt, aber gut und locker gelaufen.
Meine drittbeste Zeit beim Marathon, gefühlt war es mein bester. Bis KM38 kein Einbruch, nichts…. klar ging der Puls langsam ab 32KM immer höher, aber keine Ausfälle. Bei 35 hatte ich Tom eingefangen und ich wollte wahrscheinlich zu viele Meter zwischen uns bringen. Bei 41 hat er mich wieder gekriegt und die 3:30 Fahrräder uns beide. Die letzten 700 Meter habe ich es dann austrudeln lassen. Ab 38 war der Akku auf einen Schlag leer, auf den letzten 3 Kilometer habe ich die 3:30 verschenkt (5:26, 5:33, 5:46), aber trotzdem es war für mich der beste Marathon. So gut habe ich mich noch nie gefühlt (mal abgesehen von meinem Wiedereinstiegsdebut) :-) . Der Weiltalmarathon ist immer was besonderes !!

Technische Daten: 42,195 Kilometer - Gesamtplatz 155 - AK48 - 3:31:38,4 - (5:01′) - AVG 151 - Maxpuls 176