Archiv der Kategorie Wettkämpfe
Brüder-Grimm-Lauf 2007: 4.Etappe “Frau Holle-Etappe”
10.6.2007 von Tid.
Motto:……am Ziel durch das rechte Tor mit dem Goldregen laufen, nicht verwechseln mit dem Pechtor auf der linken Seite….
Die schönste und gleichzeitig schwerste Etappe des Laufes. Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen die zu trainieren, da Sie ganau vor meiner Haustür liegt. Wie das immer so ist mit dem vornehmen …. . Es war etwas bedeckt und kühler, da es in der Nacht ein wenig geregnet hatte. Das war aber sowieso unerheblich, da die ganze Strecke durch den Wald führt. Der Start war sehr verhalten, alle wussten was kommt. Wie war es Recht, aber so langsam war ich auf den ersten 2 Kilometern noch nie (5:30). Selbst Johanna und Arno liefen in dem Tempo…. . Auf dem Weg zum Zolloch zog Arno etwas weg und Johanna blieb etwas hinter mir. Ich finde eigentlich die erste Steigung viel kräftezehrender als den Aufstieg zu den 4 Fichten. Oben am Zolloch bemerkte ich das die Kräfte wieder nicht reichen würden, allerdings kann jetzt erstmal die 1,5 KM Gefälle zum Kräftesammeln vorm grossen Aufstieg. Bei mir sammelte sich nicht mehr viel und “zollte” (super Anspielung) wieder Tribut. Johanna überholte mich und später auch noch die restlichen Mitstreiter (Wolfgang, Hans-Peter). Nach insgesamt 3 Walkeinlagen war ich dann oben und nahm von Gerdi die Schwämme entgegen. Es folgte das letzte flachstück der Strecke, da blitzte und donnerte es einmal gewaltig ! Hier kamen einige, auch ich etwas aus dem Takt. Aber dann begann die wilde Hatz bergab nach Wächtersbach. Leider begann es, irgendwas zwischen nieseln und regnen, was es sehr schwer machte sicher an zukommen. Diesmal konnte ich Gas (siehe Blogeintarg von 2006) geben, allerdings musste ich das Tempo reduzieren, da auf den Steilstücken die Strasse ziemlich glatt wurde. Auf den letzten Metern in Wächtersbach schlossen einige auf die ich dann aber in einem beherzten Schlußspurt wieder abhängen konnte. Allerdings wieder einmal keine Glanzzeit
Technische Daten: 17,5 Kilometer - 1:28:35 - (5:12′) - Avg 141 - MaxPuls 163
Brüder-Grimm-Lauf 2007: 3. Etappe “Schneewittchen-Etappe”
9.6.2007 von Tid.
Motto: ……böse Königinnen am Wegesrand ignorieren…….
Die Mittagspause habe ich noch genutzt um mich auszuruhen und die Blase aufzustechen. Die war zu dick geworden. Die Wade machte nach der Massage von Angelina keine Probleme mehr, es konnte also losgehen. Neue Streckenführung neues Glück. Es hatte sich wirklich zu gezogen und die Sonne brannte nicht herrunter. Also bessere Bedingungen für mich. Diesmal hat Julia ein Foto von mir und der bösen Königin gemacht, sehr lustig. Ich habe aber nicht in den Apfel gebissen
. Die Strecke mag ich eigentlich, letztes Jahr sind mir bei der sengenden Sonne aber schon bei KM7 die Kräfte geschwunden. Da ich in diesem Jahr sowieso nicht so ein Spitzentempo laufe, ging es leichter. Beim Start stand ich diesmal etwas günstiger, allerdings hatte ich keine Ahnung wo sich der Rest verteilt hat. Bei KM 1 habe ich dann Johanna und Arno entdeckt, ich leif ein Stück mit Ihnen bis Arno wegzog und Johanna hinter mir blieb. Dann ging es wieder durch das schöne Waldstück an der Bahnstrecke, durchs nächste Kaff - Richtung Heiligenkopf. Im Ort änderte sich die Strecke, da es ja Richtung “Mittelpunkt Europas” gehen sollte. Das Tempo war ordentlich, aber dann zog es an. Eigentlich mag ich es leiber kurz und knackig und nicht ewig lang und steil. Vor mir war Joanna unterwegs, Sie ist dieses Jahr nicht ganz so schnell, da Sie einen Fahrradunfall hatte. Im Endeffekt war Sie aber glaube doch schneller als ich. Wolfgang hatt ich über und Hans-Peter noch gar nicht gesehen. Irgendwann kamen wir dann wieder auf der alten Strecke an und es gab noch 2 Rampen zur Müllkippe hoch. Dort standen dann Rotkäppchen und die 7 Zwerge und verteilten Getränke. Die sahen super aus. Weiter ging es bergab Richtung Gelnhausen, ich rechnete diesmal mit 17 Kilometer, weil die 16 KM angesagt hatten. Bis KM13 konnte ich mein Tempo halten, dann schwanden mir die Kräfte. Bei 13,5 (VW Altenhasslau) überholte mich Iris Biba und etliche zogen an mir vorbei. Es ging dann weiter Richtung Müllerwiese, kurz vorher bei “Wir sitzen alle im selben Boot”-Denkmal (wie passend), einen Boxenstopp machen musste. Dann an der Müllerwiese - noch 1700 Meter, diesmal stimmte die Kilometerangabe scheinbar…. Die 700m zogen sich ganz schön und dann endlich - nur noch 1000m. Auch nervten mich die Jungs um mich rum, die alle aufgelaufen waren. Dann noch ein richtiger Zielsprint mit dem ich den Puls in den ROT-SCHWARZEN Bereich jagte und ich war da. Endlich mal schneller als im letzten Jahr obwohl es nur 20 Sekunden waren, immerhin. Wolfgang und Hans-Peter hinter mir. Endlich mal zufrieden.
Technische Daten: 16 Kilometer - 1:16:17 - (4:46′) - Avg 147 - MaxPuls 178 (Endspurt)
Einlauf als 124ter.
Brüder-Grimm-Lauf 2007: 2. Etappe “Dornröschen-Etappe”
9.6.2007 von Tid.
Motto: ……auf keinen Fall während des Laufens 100 Jahre einschlafen……
So es sollte besser als gestern laufen, da hat so einigermassen geklappt. Beim Start waren Steffen, Johanna und ich eingekeilt und es dauerte etwas bis wir uns freigelaufen hatten. Steffen zog als erster davon und ich blieb hinter Johanna. Zwischen KM3 und KM4 war ich vor Johanna. Arno kam dann und zog vorbei. Dann ging es wieder unangenehm durch Oberrodenbach, Wolfgang überholte mich auch und später noch Hans-Peter. Aber alle in Sichtweite. LAngam ging es immer höher und dann waren wir auf der Sylvesterlaufstrecke. Die nächsten Kilometer waren sehr schön und easy, aber dann näherten wir uns dem Käfernberg. Hier nahm ich das Tempo richtig raus und Wolfgang zog etwas weg. Schnauf, kämpf endlich oben und jetzt rock’n roll. Eine kleine Steigung merkte ich noch aber dann lies ich es laufen…. . Endlich war ich mal wieder am überholen. Es ging zwar durch die pralle Sonne, aber ok. Bei KM12 hatte ich Wolfgang wieder, der aber dran blieb. Dann KM13 - lt. Ansage sollte hier Schluß sein Pustekuchen, noch min. 1 Kilometer. Jetzt hatte ich nicht mehr genug Kraft/Lust gegenzuhalten und den einen anderen vorbei, auf der Schlußgeraden habe ich noch mal aufgedreht. Aber ich von meiner letztjährigen Fabelzeit bin ich 5 Minuten weg. Nächste Etappe, neues Glück - jetzt mal los. Die Mannschaftswertung kann ich abhacken, Thomas scheinbar ausgestiegen und damit sind wir nicht mehr genug für 5 Mannschaften. Ich muss mich richtig reinhängen wenn ich noch in die 4. reingekommen will. Ich glaube ich muß Wolfgang 3 Minuten abnehmen. Es ziehen Wolken auf, vielleicht regnet es noch, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Technische Daten: 14 Kilometer - 1:06:35 - (4:45′) - Avg 149 - MaxPuls 158
Brüder-Grimm-Lauf 2007: 1. Etappe “Rotkäppchen-Etappe”
8.6.2007 von Tid.
Motto …..im Wald nicht vom bösen Wolf ansprechen lassen….
Naja, gefühlt war das ganze etwas besser als letztes Jahr, obwohl ich wieder ähnlich abgebaut habe. Diesmal allerdings mit Wadenproblemen. Aber mal der Reihe nach, der Tag hat prima begonnen, alle Vorbereitungen liefen im Gegensatz zum letzten Jahr optimal. Auf der Hinfahrt habe ich noch Wolfgang und Steffen eingesammelt, in Hanau rausgelassen und Julia am Bahnhof abgeholt. Wir kriegten dann noch einen Parkplatz unter der Main-Kinzig-Halle und chillten dann im Schatten.
Es war brutal warm…. . Irgendwann ging es dann los. Wie immer zu schnell, allerdings diesmal kam es mir kontrollierter vor. Der erste KM in 4:11, naja der 2. war zu kurz 4:01 und dann pendelte ich mich langsam auf Renntempo ein (zumindest das was bei der Hitze ging). Arno hatte ich irgendwann hinter mir gelassen . Kurz vor Erlensee gab es eine Dusche der Feuerwehr und endlich was zu trinken. Ich war froh das ich wieder meine Flaschen dabei hatte. Andrea und Tabea waren da und so ging es ins Kaiserfeld. Mein Tempo war schon etwas runter, aber im Gegensatz zum letzten Jahr liefs im Kaiserfeld und zwischen den Schrebergärten noch gut. Das Feld um mich hatte das Tempo auch schon etwas reduziert und wir liefen so um die 4:50. Kurz vor 10 begann meine rechte Wade zu beissen. Im Grunde war es nicht so schlimm aber ich bin ja ziemlich wehledig. Bei 46:16 ging ich über die 10 KM, lange nicht mehr so langsam gewesen…… . Da litt ich weiter langsam begann das Feld mich einzuholen. Arno hat mich bei 11 gekriegt, Johanna bei 12,5 und dann kam noch Wolfgang bei 14. Dann hatte ich mich wieder im Griff und “trabte” demn Ziel entgegen. Lieber noch paar Körner sparen. Letztes Jahr kam dann ein 4:42er Schnitt raus, dieses Jahr 4:50. Naja, ich denke morgen früh werde ich mal Gas geben.
Technische Daten: 15,5 Kilometer - 1:14:56 - (4:50′) - Avg 155 - MaxPuls 162
Seligenstädter Mainuferlauf (25 KM)
1.4.2007 von Tid.
Heute war des dann soweit, der gute alte Steffnyplan (für 3:15) sah einen Halbmarathon mit einer Zielzeit von 1:32:30 vor. Da es in der Nähe keinen anderen Lauf als den Mainuferlauf gab, hab ich mich eben angemeldet. Im letzten Jahr war es genauso. Auf der Zielgeraden zum Weiltalwegmarathon ist das einer der letzten Hürden. Früh aufstehen war angesagt (5:30) da Steffen um 8:00 Uhr bei mir sein wollte. Packen, Soja, Banane, Haferflockenshake, Kaffee, Toilette usw…. . Die Vorbereitungen für einen Wettkampf sind mittlerweile Routine.
Steffen kam pünktlich und dann ging es los. Irgendwie waren wir knapp dran, der Start war schon um 9:15 und in Seligenstadt war wieder das übliche Chaos um die Parkplätze. Zumal wir erst gegen 8:35 da waren. Nachdem ich eine Straßensperre weggeräumt hatte, standen wir optimal. Dann noch schnell die Startnummern holen und kurz einlaufen. Peter war schon am dehnen und Jo tauchte auch auf. Kurz einlaufen mit dem obligatorischen Klobesuch….. . Als wir traben gemütlich zum Start zurücktrabten, kam die Durchsage noch 4 Minuten bis zum Start…. . Ok, dann mal los.
Vorgenommen hatte ich mir wie immer nichts konkretes, die 1:32:30 für die 21 KM fand ich etwas HOCH gegriffen, da ich nicht glaubte das ich die letzten 4 Kilometer in einem Wettkampf wirklich auslaufen wollte. Naja, nach dem Start blieb ich erstmal an Jo und Steffen dran, zumindest in Tuchfühlung. Es war Richtung Aschaffenburg dann schon etwas windig, trotzdem wollte ich etwas Abstand von der Gruppe. Die liefen einen 4:20er Schnitt, eigentlich etwas zu schnell für mich aber es ging. Bei KM4 schloss ich dann auf und Steffen nahm mich unter seine Fittiche. Zwischen 5,5 und Wendepunkt (7,5) sind die einzigen Rampen die etwas das Tempo drückten. Ab dem Wendepunkte gaben wir dann wieder Gas. Zwar ist da noch eine giftigere Rampe aber was solls. So langsam groovte ich mich ein. Irgendwie war es eine komplette Wiederholung des letzten Jahres, nur auf höherem Niveau (Tempo). Ab KM 10 (00:44:01) rollte es immer besser und ich lies Jo, das erste Mal in meiner Läuferkarriere, hinter mir. Steffen umsorgte mich wie meine Mutter und so näherte sich die 15 Kilometermarke (Start/Ziel). Da egalisierte ich meine 15 KM (15,4) PB vom Kirchenlauf auf 1:06:20 (1:07:40). So jetzt liefen wir aber gegen den Wind und vom Gefühl war es wie im letzten Jahr. Ab KM 16 wurde es immer schwerer und ich musste beißen. Im Grunde lagen jetzt “nur” noch 5 Kilometer vor mir, zumindest für die angestrebte HM-Zeit. Allerdings verschlechterten sich meine Kilometerzeiten immer mehr und ich kam mir vor als würde ich durch Kaugummi waten. Steffen versuchte mich zu motivieren aber ich war im Kopf schon zu. Als dann Jo bei 18,5 wieder an mir vorbeizog, war es dann vorbei….. . Ich biss zwar weiter und lies ihn bis zum 20 KM Wendepunkt “nur” 20 Meter weg, aber es wurde immer schwerer. Meine KM-Zeiten gingen auf 4:45 rauf und immer mehr Läufer überholten…. . Dann endlich der imaginäre Halbmarathonpunkt, nur 1:35:05 :-(, Frust. Ich hatte auf den letzten 4 Kilometern meine Zeit vergeben. Es ist immer wieder dasselbe, eigentlich bin ich stark genug, gebe mich aber zu früh auf und kämpfe nicht richtig. Steffen zog dann an, weil er glaubte ich würde dann nur noch austrudeln. Was ich im Grunde auch tat, aber der Frust nagte dann doch. Den 23 KM bin ich in 5:16 geschlichen, den 24 in 5:01 und dann konnte ich mich doch noch zum Zielspurt aufraffen, da ich die 1:55 noch unterbieten wollte. Das ist mir dann allerdings etwas zu spät auf gegangen und so wurde es arg eng. Auf meiner Uhr habe ich 1:55:00 glatt gestoppt, wahrscheinlich bin ich in der offiziellen Liste einen Hauch drüber. Die üblichen wenn und aber. Hätte ich am Anfang nicht mit Jungs mithalten wollen, wäre eine bessere Zeit dringewesen, allerdings hat es bis KM16 super Spaß gemacht.
Ausserdem sind fast 2 PBs gefallen, einmal “inoffiziell” meine 15 KM Bestzeit und meine 25 Kilometer Bestzeit habe ich um 3:50 verbessert !!!!
Die technischen Daten:
Gesamtplatz 108 in 1:55:03,2 = 04:36, AK33 - AVG 153 - MaxPuls - 172
Wintersaison 2006 - 2007
22.1.2007 von Tid.
Alles was ein Eintragungen vorhanden war, als Sammelblog.
Der DEZ war läuferisch nicht so toll. Ich hatte, tief in mir drin, genau wie im letzten Jahr, keine Lust mehr zu trainieren. Das lässt sich im Dezember natürlich prima vertuschen (Weihnachtsfeiern, Überstunden, ….). Auch hatte/habe ich immer wieder Anflüge von einer Erkältung. Das war auch der Grund warum ich in Seligenstadt beim 2. Mal nicht gelaufen bin.
Der erste schöne Lauf, es war wirklich einer der schönsten 2006, war unser Weihnachtslauf (24.12.) mit dem Laufwerk. Es war super Wetter (Sonne, einigermassen kalt) und ich bin dann mit Klaus noch zurück nach Hause gelaufen. Das waren dann knapp 20 Kilometer in 1:45, wobei die ersten 10 “gemütlich” waren (Lauftreff). Dieser Lauf hat mir dann seit langen mal wieder die “Freude” am laufen gezeigt. Natürlich hat sich danach die Erkältung mal wieder kurz gemeldet.
Ansonsten mache ich fleißig Gymnastik, laufe Dienstags oft mit den Tempobolzern in Kassel und bin letzten Sonntag mal wieder 30 KM gelaufen. Leider auf dem Rückweg 15 KM gegen den Wind. Das hatte wieder zur Folge das ich Dienstags mal wieder angeschlagen war. Gestern war ich nur kurz unterwegs 10 KM und heute krazt der Hals…. . Mal sehen wenn das vorbei geht. Julia macht es mir auch nicht leicht, denn die schnieft schon mindestens genauso lange rum.
Rodenbach war klasse, es war wie im letzten Jahr. Keine Lust und dann ein guter Lauf (47:26), also 2 Minuten schneller als letztes Jahr. Tags davor ging es mir noch nicht besonders und dann Stand ich da und wusste überhaupt nicht in welcher Verfassung ich bin. Ich befürchtete, das wird dann der schlechte Abschluss des schlechteren Halbjahres 2006 . Aber nach langsamen Start, ich stand nicht besonders gut bei der Rekordteilnehmerzahl, verlor ich bestimmt 30 Sekunden. Ich fühlte mich zwar seltsam, aber es LIEF…. . Die 2. Runde war ich 1 Minute schneller als die erste. Damit war der Saisonabschluss und der Start in die neue Saison gerettet (wie letztes Jahr)
. Es klingt zwar bescheuert, aber ich glaube diese Zeit habe ich nur durch die Gymnastik laufen können. Konditionell/gesundheitlich war ich nicht gut drauf.
Frankfurt Marathon 2006
29.10.2006 von Tid.
Trauermarsch oder was ?
Ursachenforschung:
Woran lag es ? Hm, ehrlich gesagt kann man das nie so genau festmachen. Wetter (Wind, Wärme), Tagesform - beim Marathon zeigt das nicht alles planbar ist und das mein Körper nicht wie eine Maschine funktioniert (gut so) .
Vorbereitung:
Ich habe mich noch nie so gut vorbereitet, auch ist die Vorbereitung mir noch nie so leicht gefallen. Klar habe ich auf 3:15 trainiert, aber auf Grund der Vorleistung in den Wettkämpfen, besonders beim Halbmarathon in Offenbach (PB 1:34:04), war mir klar das ich mit einer Zeit zwischen 3:15 und 3:20 rechnen kann.
Nervosität:
Ich bin vor Läufen eigentlich immer ziemlich aufgeregt, diesmal ging es allerdings (siehe Vorbereitung), zumindest bis zum Freitag vor dem Lauf. Danach wurde es dann schon ziemlich schlimm.
Probleme im Vorfeld:
Nachdem ich am Freitag zwischen 22:00 - 2:00 Uhr nicht im Bett lag, sondern diese Zeit auf dem WC verbrachte, war mir schon klar das da was nicht stimmte. Ob das ganze durch die “Angst” vorm Lauf oder von was Gegessenen kam, ist im Rückblick auch egal. Fakt war, das ich Samstags dann einfach zu wenig zu mir nehmen konnte. Nur 1 Brioche, 2 Riegel und 1,5 Teller Nudeln konnte ich mir reinquälen. Das ist nicht gerade die Grundlage die man für einen Marathon benötigt.
Unvernunft:
Nachdem ich allerdings von Samstag auf Sonntag sehr lange und ausdauernd geschlafen hatte, fühlte ich mich so gut, das ich ganze wie geplant angehen wollte. Mit etwas mehr Verstand wäre ich das Rennen aufgrund des Freitages etwas ruhiger angegangen und hätte mich dann nicht so quälen müssen.
Das Rennen:
Zumindest schaffte ich diesmal einen sehr verhaltenen Start, das lag aber daran das das Feld um mich herum auch nicht in die Gänge kam. Der erste Kilometer war zu ruhig (5:13) und ich beschloss darauf endlich mein MT aufzunehmen. Die nächsten Kilometer klappen in der geplanten Zeit (4:37, 4:38), dann schwankte es etwas aufgrund der Felddichte und der Steigung Richtung Miquelallee. Aber alles im grünen Bereich, bei Kilometer 5 war ich, mal abgesehen von der Trödelei des ersten Kilometers, in meiner Zeittabelle. Es lief weiterhin ganz gut, allerdings hatte ich die ganze Zeit das Gefühl nicht richtig im Rennen zu sein. Das sollte ich auch bis zum Ziel nicht mehr ändern. Das soll heissen ich lief zwar mit, war aber irgendwie nicht bei der Sache. Ist schwer zu beschreiben.
Bei KM10 lag ich auch noch gut, an der Konsti entdeckte ich Julia
. Dann ging es über die Brücke nach Sachsenhausen, da merkte ich das etwas nicht in Ordnung war. Die Brücke kam mir richtig “steil” vor, was war los ? Ab KM12 begann dann der Leidensweg. Seitenstechen, Darmprobleme. Ich denke, das ab da meine kaum gefüllten Kohlenhydratspeicher mittlerweile schon leer waren und das ich dann auf Fettverbrennung umsteigen musste. Deshalb das Seitenstechen (Zwerchfellatmung) und die Probleme mit dem Darm. Bei 15, 20 und 21 wollte ich aussteigen, allerdings dachte ich an Julia und Oli, die ich nicht hätte erreichen können. Meine Zeiten waren zwar noch einigermaßen in Ordnung, aber der Traum von der 3:20 war schon geplatzt. An meine anderen Bestzeiten (3:27 und 3:37 FFM) habe ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gedacht. Weiter gings über die Schwanheimer Brücke, ab da lief mein Hase (Oli) mit, der sich also gar keine Gedanken ums durchhalten machen musste, da ich mein MT nicht mehr lief. In Höchst standen die Laufwerker und konnten mich etwas aufmuntern. Oli wartete dann schon wieder auf der anderen Seite, ich hatte Ihm den Höchster Wendepunkt erspart. In Nied war dann Julia wieder da und ich beschloss das Ding zu Ende zu laufen. Ich denke der Gedanke eines aufgegebenen Laufes hätte mich sonst bei jedem zukünftigen Rennen verfolgt. Auf dem langen Handtuch wurde ich zwar langsamer, aber bei mir kam kein Hammer mehr, denn der war schon seit KM12 da und so konnte ich dann doch noch einige Läufer überholen, die jetzt erst Bekanntschaft mit dem Hammermann machten. Bei KM34,5 lief der 3:30 Pacemaker an mir vorbei, damit war es dann wirklich vorbei …….. .
Gehpausen machte ich keine, lies mir allerdings sehr viel Zeit an den Verpflegungsposten. Oli verlies mich dann bei Kilometer 37,5 und ich machte mich auf die letzte Runde. Bei 38 rechnete ich kurz, ob ich meine letztjährge Frankfurtzeit erreichen würde, aber das war dann schon nicht mehr drin. Naja, ich hab mich auf den letzten 5 Kilometer wieder gut erholt und konnte mit einem Lächeln über Ziellinie laufen.
Fazit:
Für mich persönlich war es mein schwerstes Rennen meiner “kurzen” Läuferkarriere. Normalerweise beißt man sich auf den letzten 10 Kilometern durch, aber nicht wie in diesem Fall 30 Kilometer lang. Das mir das gelungen ist, ist das einzig Positive was ich diesem Marathon abgewinnen kann.
Was ist nicht verstehe ist, das von den Leuten die ich kenne bis auf 1 -2 Startern, keiner seine geplante Zeit erreicht hat. Viele lagen, so wie ich um mindestens 15 Minuten daneben. Auch habe ich selten so viele Läufer gesehen, denen es schlecht ging. Was war da nur los ?
Muskulär habe ich keine Probleme, nur ein wenig Schmerzen vom Seitenstechen.
Technische Daten:
42,195 KM in 03:40:45 = 5:14/KM - AvgPuls 154 MaxPlus 168 - Gesamtplatz 2255 - AK40 Platz 585
Herbstlauf “Rund um den Waidsee”
24.9.2006 von Tid.
- geplante Zeit “um die 00:42:00″
Es kann nicht immer gut laufen… . Letzte Woche war “Regenerationswoche”, um eine schnelle 10er Zeit zu ermöglichen. Dienstags Intervalle, die klappten so einigermassen. Ich sollte 5 * 1000 in 4:10 laufen um das Tempogefühl für den Wettkampf zu bekommen.
Gelaufen bin ich 4:04, 4:03, 4:07, 4:06, 4:12 mit ‘nem Puls von 161.
Beim Resttraining, der Woche “kurz und langsam” klappte es nicht so gut. Auch, bekam ich am Freitag
wieder mal einen Anflug von Erkältung. Das ist bei der Vorbereitung oft so, immer so wenn der Körper mal zur Ruhe kommt. Meistens allerdings erst in der letzten Woche vorm Marathon.
Naja, der Zweifel war mal wieder da, aber am Samstagmorgen waren die Pulswerte in Ordnung. Geschlafen habe ich allerdings die letzten Tage nicht besonders.
Die Logistik stimmte, allerdings nervte das frühe Aufstehen, da es ein weiter Weg nach Weinheim ist.
Ich war dann kurz nach 7:00 bei Peter und “musste” mir da noch die Hamburg DVD anschauen.
Egal, dann fuhren wir los und waren recht früh dort. Da bemerken wir schon das in Weinheim die Uhren etwas anders ticken. Die begannen so gegen 9:00 erst mit den Streckenvorbereitungen.
Der Lauf:
Hm, im Rückblick fällt mir nicht mehr so viel ein. An sich eine schöne Rundstrecke mit etwas zu vielen Ecken und Kanten die 2-Mal gelaufen werden musste. Die Kilometerangaben waren mit Google-Earth ausgewürfelt wurden.
Schon nach den ersten 2 Kilometern merkte ich das dies nicht mein Tag werden würde. Meine Zeit pendelte sich bei 4:25 ein. Der 5. Kilometer war 35 Sekunden zu lang
. Bei Kilometer 6 erblickte ich schon Roy, der auf mich auflief. Ein kurzes Stück konnte ich noch dranbleiben aber dann musste ich Ihn gehen lassen. Sehr frustriend. Die letzten Kilometer quälte ich mich ins Ziel, das war kein Zuckerschlecken.
Die Organisation war aller erster Kanone. Es gab ja die 5,+x Runde die durch das Stadion ging. Hier gab es Wasser, also mussten die 10er Läufer an der Tränke 2 Mal vorbei und Halbmarathonläufer 4 Mal. Bei der Hitze griff natürlich jeder mindestens 1 -2 Becher ab. Nach unserem Zieleinlauf erfolgte folgende Durchsage: “Wir haben für jeden Läufer 2 Becher eingeplant, jetzt sind die Becher leider verbraucht, wir versuchen neue zubesorgen” Kein Kommentar nötig.
Die Streckenlänge war natürlich Diskussionsstoff. O-Ton Veranstalter: “Das hat ein Ing. mit GOOGLE-EARTH genau ausgemessen” . Ein Messrad hätte es auch getan und besser gemacht. Ach hier: KEIN KOMMENTAR dazu.
Technische Daten:
Gesamtplatz 41 in 44:33 Min.= 04:27- AK12- AVG 157,3 - MAX 162 AK12
Vogelsberger Südbahnlauf
16.7.2006 von Tid.
Nach Trainingsunlust und WM-bedingter Gewichtszunahme stand der Südbahnlauf an. Wenn es nicht so eine tolle Veranstaltung wäre, hätte ich wahrscheinlich nicht daran teilgenommen. Aber das ganze ist so gut organisiert, vorbereitet und wie viele Laufveranstaltungen gibt es schon hier in der Umgebung ?
Nach was einem Monat mit WM-Fieber, Bier, der Hitzewelle und wenig Trainingsläufen, klappte es dann kurz vorm Wettkampf dann doch wieder mit dem Training. Die Einheiten machten wieder Spaß und an die Hitze hatte ich mich, mit einem 30 Kilometergewaltlauf, so einigermaßen “angepasst”. Darum erhoffte ich mir schon wieder “Traumzeiten” zwischen 1:30 und 1:35 für den Halbmarathon. Eigentlich wusste ich, das dies nicht möglich sein würde, aber nachdem ich bei 31 Grad am Dienstag das Intervalltraining von 3 * 3000 Metern in ordentlichen Zeiten (12:41, 12:48, 13:01), abgeschlossen hatte - glaubte ich zumindest an eine neue Bestzeit ( < 1:39:06).
Der Südbahnlauf ist 'ne harte Nuss. Es geht rund 13,5 Kilometer bergauf und dann den Rest bergab. Allerdings kommen auf den letzten 7,5 Kilometern noch ein paar Wellen. Ein der letzten Rampen hat 14% Steigung. Insgesamt geht es, glaube ich 400 Höhenmeter rauf.
Im Grunde also ein Profil das mir liegt. Im letzten Jahr bin ich dort meine damalige PB auf 21,1 KM gelaufen (1:40:xx).
Die Ansprüche waren also hoch, die Vorbereitungen aber nicht :-). Wie immer gab es ein typisches Laufwerkdurcheinander. Wer startet wann wo, denn leider hatte es der MKK geschafft zeitgleich einen Duathlon anzusetzten.
Wir schafften es dank Gastläufer mit 2 Männermannschaften anzutreten. Wie immer stimmte beim Südbahnlauf alles mit der Organisation, von der Beschilderung bis zum einwinken am Parkplatz.
Tom war schon da und der Rest trudelte auch ein. Die Temperatur war wie schon die letzten Tage über, hoch. Ich hatte noch gehofft, das es im Vogelsberg kühler sein würde, aber weit gefehlt. In der Volkslaufergebnissliste steht 24 - 28 Grad, 2005 waren es 18 - 24 Grad.
Dementsprechend ging es ruhig los. Eigentlich hatte "sicherheitshalber" einen 4:30er Schnitt geplant, aber der erste Kilometer (normalerweise der schnellste) war erst nach 4:40 rum. Die 30 Läufer vor mir machten auch locker und das zog sich so durch. Dann begann auch schon der Anstieg und mir gelang es nicht zu beschleunigen. Immer "nur" um die 4:40, mit mir liefen die später zweitplatzierte Frau und Hans-Peter vom Laufwerk. AN den Steigungen zog ich immer vorbei aber beide, besonders Sie, gaben nicht auf. Die Temperatur stieg und wir schraubten uns immer höher. Mir gefällt das Waldstück zwischen Kilometer 9 und 11 am besten. Bei der Verpflegungsstelle am Kilometer 11 trödelte ich irgendwie und die beiden zogen an mir vorbei. Da sich dann direkt eine schwere Steigung anschließt, verlor ich den Anschluss. Ich wollte nicht an diesem Stück die letzten Körner verpulvern und damit gab ich quasi auf. Meine Geschwindigkeit stieg nicht und auf den Gefällstrecken konnte ich auch nicht beschleunigen. Es ging mir nicht schlecht, aber schneller konnte ich nicht. Seltsames Gefühl. Mit mir lief nun noch einer, der mich allerdings "nervös" machte. An Steigungen machte er ganz langsam, an den Getränkestellen auch, um dann wieder schnell auf zulaufen. Dieser "Rhythmus" nervte, dann an einer der letzten Rampen, ging er - ich dachte das wars, jetzt hast Du Ihn, aber Pustekuchen, er gab dann doch wieder Gas und zog vorbei. Einer lief noch von hinten auf und überholte, den Rest konnte ich abfangen. Leider konnte ich auf den letzten Kilometern nichts mehr rausholen, die Zeiten blieben gleich und ich lief aber nicht auf dem Zahnfleisch.
1:39:20 zumindest neue Bestzeit beim Südbahnlauf und wenn ich ehrlich bin konnte ich bei "der" Vorbereitung und der Hitze nicht mehr erwarten.
Eines der Highlights beim Südbahnlauf ist die Kuchen - Tortentheke, ein Traum. Alles Handarbeit, superlecker und preiswert, 1 Euro pro Stück... .
Einzig und allein das kosten- und alkoholfreie Weizen, danach war nicht besonders. Im letzten Jahr gab es Erdinger, dieses Jahr Julius Echter, da hab ich nicht mal das erste Glas ganz ausgetrunken... .
Technische Daten:
21,1 KM in 01:39:20 = 4:42/KM - AvgPuls 157 MaxPlus 177 - Gesamtplatz 37 - Gesamtplatz Männer 35- AK40 Platz 10
Brüder-Grimm-Lauf: 5. Etappe “Hänsel und Gretel-Etappe”
11.6.2006 von Tid.
Motto: …Finger weg von der Verpflegungsstation mit dem Lebkuchen.…, das viel bei der Hitze nicht schwer, war trotzdem hart.Wo bitte ist denn hier der Wald ?Auf dem Weg nach Bad Orb fühlte ich wie ein Rindvieh auf dem Weg zur Schlachtbank, aber Spass beiseite ich hatte tierischen Respekt vor dieser Etappe. Besonders bei der Hitze. Dafür war es im Kurpark sehr schön, die paar Meter mehr machen auch keinen Unterschied. Ich hatte mir vorgenommen, zumindest noch einen 5er Schnitt zu laufen. Den internen Wettkampf mit Arno hatte ich schon abgehakt.
Ich startete verhalten und trieb mit dem Feld, Arno hatte mich schon in Orb überholt. Die scharfe Steigung kriegte ich auch ganz gut hin und ich war zwar etwas unsicher über den weiteren Verlauf aber trotzdem guter Dinge. Das ganze änderte sich als wir dann im Tal liefen. Ich fühlte mich langsam wie in der Bratpfanne. Ab Kilometer 9 drosselte ich das Tempo immer mehr, etliche Läufer überholten, andere taten es mir nach. Nach dem erklimmen der Staumauer, wurde es wieder etwas besser und so langsam freute ich mich aufs Ziel. Gott sei Dank hatte die Organistion auf den letzten 10 Kilometer, eine große Anzahl von Verpflegungsposten, so das man immer genug Wasser bekam. Der Wind der uns ab Salmünster entgegen blies tat sein übriges und so konnte ich die Etappe noch einigermaßen “in Würde” zu Ende bringen.
Als ich dann endlich zum Kumpen hinauf lief war ich glücklich, die Zeiten waren mir mittlerweile total EGAL und ich freute mich aufs Ziel.
Im Ziel haben wir dann alle schön ein Weizen getrunken und aller Schmerz, Frust war vergessen. Schön war es wieder….. .
Zeit für die 18 Kilometer - 1:35:xx - ohne Puls da die Uhr mal wieder gesponnen hat.
Alle Platzierungen, Anmerkungen usw. mache ich morgen im Brüder-Grimm-Fazit.